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Augsburg

30.04.2015

Das Klinikum erweitert die Notaufnahme

So fügt sich der Anbau West in den bestehenden Baukörper am Klinikum Augsburg ein.
Bild: Klinikum Augsburg

Weil die Not in der Notaufnahme am Klinikum Augsburg groß ist, kommt es jetzt zu einem Anbau. Er soll bis Ende 2017 fertig sein.

Augsburg Die Not in der Notaufnahme am Klinikum Augsburg ist groß: Immer mehr Patienten kommen, Ärzte und Pfleger sind dem Ansturm kaum mehr gewachsen. Es gibt auch immer wieder Ärger. Jetzt reagiert die Klinikleitung und bestätigt einen Bericht unserer Zeitung: Es gibt einen Anbau, der bis Ende 2017 fertiggestellt sein soll. In diesem Anbau wird die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme mit zusätzlich neun Behandlungskabinen und 20 Betten für die Aufnahmestation untergebracht sein.

Die Erweiterung der Notaufnahme war ursprünglich im fünften Bauabschnitt geplant, informiert das Klinikum. Grund für die vorgezogene Baumaßnahme sei die Steigerung der Fallzahlen auf inzwischen 80000 Notaufnahmefälle pro Jahr. „Damit werden die Kapazitäten der Notaufnahme bereits vier Jahre früher erweitert“, sagt Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des Klinikums..

Die Finanzierung dieser Bauvorhaben durch Stadt und Landkreis Augsburg wird durch den Krankenhauszweckverband in einem abschließenden Vorgang noch geprüft. „Wir sind sicher, mit dem Ausweichgebäude die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, sagte nach der Verwaltungsratssitzung der Verwaltungsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Kurt Gribl: „Wir müssen im operativen Betrieb auf die angespannte Lage in der Notaufnahme reagieren.“ Der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, Landrat Martin Sailer, sagt: „Es gibt zu dieser Variante keine Alternative, da der Anbau West bis Ende 2018 realisiert werden muss. Die Mehrkosten werden durch eine Verbesserung der Situation in der Notaufnahme wieder eingeholt.“

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„Der beschleunigte Bauzeitenplan des Anbaus West mit einer Dauer von zwei bis drei Jahren und Baukosten in Höhe von 100 Millionen Euro ist – zusammen mit der zeitgleichen Errichtung des Ausweichgebäudes mit knapp 35 Millionen Euro Baukosten – eine der spannendsten Aufgaben, die momentan anstehen“, sagt Schmidtke.

30 Prozent mehr Einzelzimmer in Ausweichgebäude

Zugleich hat der Verwaltungsrat die Fertigstellung des neuen Intensivzentrums bis Ende 2018 auf den Weg gebracht. Dieser sogenannte Anbau West wird unter anderem die künftige Intensivstation sowie die „Intermediate Care“, ein spezielles Versorgungszentrum, aufnehmen. Durch den Beschluss des Verwaltungsrates, die Bauabschnitte 4A und 4B zeitgleich abzuwickeln, kann die Baumaßnahme bereits im Dezember 2018 fertiggestellt werden. Das heißt, dass die Ausweichflächen und der Erweiterungsbau parallel errichtet werden.

Bislang war geplant, die Baumaßnahmen nacheinander abzuwickeln und 2020/2021 fertigzustellen. Durch die vorgezogene Herstellung von Ausweichflächen nun auch für die Intensivstationen Anfang 2017 können die knappen Intensivkapazitäten bereits bis Ende 2018 deutlich erhöht werden. So stehen künftig 136 Intensiv- und IMC-Betten statt wie bisher 100 Intensiv- und IMC-Betten zur Verfügung. Zudem wird es künftig 30 Prozent Einzelzimmer in dem Ausweichgebäude geben. Die medizinisch notwendige Anbindung dieser Interimsflächen an den Operationstrakt soll durch eine Brückenkonstruktion sichergestellt werden. „Mit dem verkürzten Bauzeitenplan werden bis 2018 ein Drittel mehr Intensivkapazitäten zur Verfügung stehen“, sagt Schmidtke. Die Errichtung der Ausweichflächen wäre spätestens mit der Sanierung der vier Bettentürme des Bestandsgebäudes nötig gewesen. So können sie bereits jetzt für den Umzug der Intensivstation genutzt werden.

Mit der parallelen Abwicklung der Arbeiten könne die Baumaßnahme nicht nur straffer organisiert werden. Die Generalsanierung, die mit der Sanierung der vier Bettentürme abgeschlossen sein soll, gewinnt insgesamt an Dynamik. Das bedeutet auch, dass sowohl Patienten als auch Mitarbeiter weniger Lärmbelästigung zu ertragen haben, betont Schmidtke.

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