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15.10.2009

Das Leben der anderen "etwas heller gemacht"

Herrenbach Dem Zufall war wenig überlassen, als am Sonntag in Don Bosco im Herrenbach das ZDF auf Sendung ging. Aufgeregtes Gemurmel wurde immer lauter, um Punkt 9.30 Uhr abrupt abzubrechen. Hier noch ein Hüsteln, dort ein Niesen. Und ein Pater Dieter Putzer, der die Gläubigen schon vor der Messe charmant darauf aufmerksam machte, beim Verlassen der Kirche nicht zu vergessen, "das Handy wieder einzuschalten".

Im Mittelpunkt der Liveübertragung standen die Heiligsprechung von Johannes Bosco vor 75 Jahren und die Ordensgründung der Salesianer vor 150 Jahren. Mit einem kindlichen Bild begann Pater Dieter Putzer seine Betrachtungen dieser Ereignisse: "Heilige sind Menschen, durch die das Licht scheint", so die Antwort eines Kindes auf die Frage nach dieser besonderen Art Mensch. Deren Abbildungen auf den bunten Kirchenfenstern hatten den Buben auf diese Erklärung gebracht.

Don Bosco war so ein Mensch, durch den das Licht schien, der das Leben der anderen - vor allem Jugendlicher - etwas heller machte. So ging es während des Gottesdienstes - in Lesungen, Evangelium und Fürbitten - darum, an einer menschlichen und christlichen Welt mitzubauen, statt zu fragen: "Was bringt mir das?"

Was also muss der Mensch tun, um glücklich zu sein? Nicht die weltlichen Freuden - der Lotto-Gewinn oder die künstlerische Karriere - seien es, die wahres Glück verheißen. So gab es im Evangelium auch kein "Happy End", da sich der Protagonist in letzter Konsequenz nicht auf Jesus von Nazareth einlassen kann. Seine Besitztümer, von denen zu trennen ihm schwer fällt, sind letztlich das Hindernis. Das Wort "Komm und folge mir nach" gelte für jeden Einzelnen von uns, so die Botschaft, die aus dem Herrenbach nach ganz Deutschland und - via Satellit - darüber hinaus übertragen wurde.

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Zum Gelingen des Gottesdienstes trugen viele Mitwirkende bei. Den musikalischen Rahmen übernahm Reinhold Sedlak mit seiner Jugendband "The Sparrows". Vanessa Fasoli, Regina Reschle (beide Gesang), Mirjam Sedlak (Violine) brillierten mit ihren Soli. Pater Putzer selbst lobte auch die hervorragende Kooperation mit dem ZDF.

Unterstützung von vielen Seiten

Unterstützung erhielt der Zelebrant aber noch von anderer Seite. So bekam er in großer Zahl Besuch aus seiner Heimatgemeinde in Auerbach in der Oberpfalz, aus Regensburg und Friesen bei Bamberg. Aus Büchig im Kraichgau kam ein ganzer Bus Chorreisender zur Messe. Der frühere Pfarrer, Pater Walter Kirchmann, war eigens von seiner aktuellen Wirkungsstätte aus Würzburg angereist und Pater Andreas Kroworsch stand wie so oft an seiner Seite am Altar.

Und auch, wenn die jungen Musiker und Interpreten leicht dazu mitrissen, erinnerten sich die Gläubigen an die Worte ihres Chorleiters: "Bitte, nie ein Lied mitklatschen. Sonst verstehen wir uns gegenseitig nicht mehr." Erst am Ende, als die Kameras bereits hinausgerollt waren, gab es den verdienten Applaus.

Als beim Hinausgehen viele in ihre Jackentaschen griffen, um wieder mobil auf Empfang zu gehen, zauberte dem einen oder anderen die Erinnerung vielleicht ein Lächeln aufs Gesicht. Schließlich wusste Pater Dieter Putzer vor dem Gottesdienst ganz genau, dass nur eingeschaltet werden kann, was im Gottesdienst einmal ausgeschaltet war.

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