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Augsburg

17.03.2019

Das Team der Färberei startet nach dem Umbau neu durch

Seit Freitag hat die Färberei nach über zwei Monaten wieder geöffnet. Die Inhaber Anja Neumaier (oben, 4. von rechts) und Christoph Elwert (oben, 2. von rechts) haben sicht mit ihrem Team ans Werk gemacht. Neu sind in der Küche Lena Fuchs (unten Mitte) und Daniele Sorgiovanni (oben, 3. von rechts).
Bild: Max Tank

Inhaberin Anja Neumaier öffnet das beliebte Restaurant wieder. Mit Christoph Elwert hat sie einen neuen Geschäftspartner an der Seite. Sie haben viele Pläne.

Über zwei Monate war die Färberei geschlossen. Für Inhaberin Anja Neumaier waren das Wochen, in denen sie viel nachgedacht hat. Sollte es mit dem beliebten Restaurant, das 2017 von Restaurantführer Gault Millau gelobt wurde, weitergehen. Und wenn ja, wie?

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Die Färberei in Augsburg öffnet wieder nach zwei Monaten Umbau

Seit Freitag hat die Färberei wieder geöffnet. Nach einer wochenlangen Schaffenspause konnte Anja Neumaier damit wieder in die Rolle der Gastgeberin schlüpfen und ihre Kunden in ihrem Lokal im Färber-gäßchen begrüßen – mit einem neuen Geschäftspartner an ihrer Seite und mit zwei neuen Köchen in der Küche.

„In den vergangenen vier Jahren haben mein Geschäftspartner Georg Krauß und ich die Färberei geleitet. Wir haben viel ausprobiert und verändert und ein großes Stammpublikum gewonnen. Mitte vergangenen Jahres wollte er sich dann beruflich verändern“, erzählt sie. Krauß, der zuvor auch das Schwarze Schaf geführt hatte, wollte sich komplett von der Gastronomie verabschieden und in einem anderen Bereich Fuß fassen. Just zur selben Zeit wollte sich auch Koch Peter Zühlke selbstständig machen. „Das war der Moment, an dem wir uns an den Tisch gesetzt haben, um zu sehen, wie das zu bewerkstelligen ist“, sagt Anja Neumaier.

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Das ändert sich nach der Wiedereröffnung in der Färberei

Bis Ende des Jahres hatte die Färberei geöffnet und schloss dann erst einmal ihre Pforten. „Für mich war immer klar, dass ich weitermachen will, weil ich mich einfach in der Gastro gefunden habe. Mir macht es unglaublich Spaß, Leuten etwas bieten zu können“, sagt sie. Als Quereinsteigerin hat sie vor Monaten zusätzlich bei der Agentur „team m&m“ angefangen. „Ich arbeite dort in der Projektorganisation – künftig in Teilzeit. Das sichert mich finanziell ab und macht mich frei für die Färberei“, sagt Anja Neumaier. Ein neuer Geschäftspartner für einen Neuanfang in ihrem Herzensprojekt war schnell gefunden.

Er ist kein Unbekannter in Augsburg: Christoph Elwert, der seit 2015 das Jugendfestival Modular leitet, wird sie künftig unterstützen. Der 36-Jährige kann besondere Kenntnisse mit einbringen – gemeinsam mit seinem Bruder Philipp Elwert produzieren und vertreiben sie seit einigen Jahren als „Gebrüder Elwert“ Gin, Kräuterlikör, Edelbrände und den Pfefferminzlikör „Weisser Pfeffer“. „Wir haben schon immer großem Wert auf gute Getränke gelegt. Das bauen wir aus“, betont Anja Neumaier. Die 30-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren viel mit deutschem und österreichischem Wein beschäftigt, die in der Färberei angeboten werden. „Ich kenne jedes Weingut und war persönlich dort“, sagt sie.

Weiterhin moderne europäische Küche in der Färberei in Augsburg

Neben der modernen europäischen Küche, der sie künftig auch treu bleiben wollen, wird ein Fokus auf die Getränke gerichtet. Dafür wurde ein wenig im Lokal umgebaut. „Die Theke haben wir verlängert und einen Barbereich mit Hochtischen eingerichtet. Künftig wird man also auch einfach nur auf einen Drink vorbeikommen können. Es gibt jetzt auch eine kleine Barkarte.“

Daneben wurde die Garderobe verlegt und somit mehr Platz im Gastraum geschaffen. Den Mittagstisch wird Köchin Lena Fuchs (unter anderem Café Viktor) verantworten. Abends wird Daniele Sorgiovanni der Chef in der Küche sein. Er hat seine Ausbildung im Gasthaus Settele absolviert. „Wir wollen gute Küche für jedermann bieten“, sagt Anja Neumaier.

Färberei in Augsburg: "Wir wollen unseren eigenen Weg finden."

Vor zwei Jahren wurde die Färberei von Restaurantführer Gault Millau gelobt und erhielt aus dem Stand 14 von 20 Punkten. „Das hat uns damals sehr gefreut und wir waren sehr stolz darauf. Aber es setzt einen auch unter Druck“, so die Inhaberin. Man müsse als Restaurantbetreiber wissen, ob man weiter in Richtung Sterneküche gehen wolle, oder nicht. „Wir wollen unseren eigenen Weg finden und einen Schwerpunkt auf nachhaltige und regionale Produkte setzen.“ So sollen Zwischenhändler künftig am besten vermieden und die Produkte direkt vom Händler bezogen werden. „Wir wollen beispielsweise auch unser eigenes Gemüse am Lohhof der Lehmbaugruppe anbauen“, sagt Anja Neumaier.

Mit vielen Ideen gehen die neuen Geschäftspartner ans Werk, wollen die Färberei stetig wandeln. „In der Gastro muss man immer in Bewegung bleiben“, weiß die 30-Jährige.

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