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Gaswerk-Areal Augsburg

15.12.2018

Das erwartet Sie im Oberhauser Kreativquartier

So sieht die Übergangsspielstätte des Theaters im Gaswerk-Areal aus. Am 12. Januar ist Premiere.
Bild: swa/Thomas Hosemann

Das neue Kreativquartier in Oberhausen startet Mitte Januar. In der Spielstätte des Staatstheaters ist Platz für 220 Zuschauer.

Im Gaswerk laufen aktuell die letzten Vorbereitungen, um die neue Spielstätte des Staatstheaters im Ofenhaus fit für den Spielbetrieb zu machen: Nach knapp zwei Jahren Bauzeit soll in fünf Wochen die Premiere mit dem Stück „Europe Central“ stattfinden. In den vergangenen Monaten war das Innenleben der Brechtbühne neben dem Großen Haus ins Ofenhaus auf dem Gaswerk-Areal umgezogen. Die bisherige Brechtbühne am Theater soll im Zuge der Sanierung und Erweiterung abgerissen werden.

Schon aktuell ist das Theater auf dem Gaswerk-Areal vertreten. Seit September gibt es dort eine improvisierte Spielstätte, nachdem die Stadt für die Inbetriebnahme des Ofenhauses noch einen Zeitpuffer haben wollte. Der Termin zum 12. Januar ist aber zu halten. Die Stadtwerke, die Eigentümer des Gebäudes sind, haben den Theatersaal vor kurzem an die Stadt als Mieterin übergeben. Das Theater wird auch mit Büros und Werkstätten im Ofenhaus einziehen und in den nächsten Jahren dort residieren. Zweite Ausweichspielstätte neben dem Gaswerk ist der Martini-Park. Die Sanierung des Großen Hauses soll zur Spielzeit 2023/24 abgeschlossen sein.

Die Konzeptentwicklung für das Gaswerk-Areal dauerte viele Jahre

Die Stadtwerke, die in der ersten Stufe 20 Millionen Euro in den Umbau des Gaswerks zum Kreativquartier stecken, erhoffen sich von der Anwesenheit des Theaters in den ersten Jahren eine Schub für das Projekt. Zu Beginn 2019 sollen auch Künstler aus dem Kulturpark West im Reese-Areal aufs Gaswerkgelände umziehen. Ziel der Stadtwerke ist es, auch Kreativwirtschaft wie Werbeagenturen aufs Gaswerk-Gelände zu locken. Visionen für das Areal gibt es, seit der Gaskessel 2001 außer Betrieb genommen wurde und das ganze Areal, auf dem bis in die 60er Jahre Stadtgas aus Kohle produziert wurde, praktisch funktionslos war. Als Industriedenkmal sollte es erhalten bleiben, allerdings dauerte die Entwicklung und Umsetzung eines Nutzungskonzepts.

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8 Bilder
Vom Denkmal zur Theaterbühne: So verändert sich das Gaswerk
Bild: Fabian Kluge

Das Parkhaus ist inzwischen fertig

Die Mieten der Gewerbetreibenden sollen helfen, das ganze Projekt zu refinanzieren. Den Sommer über wurde ein Parkhaus für 350 Fahrzeuge fertiggestellt. Ab Januar verkehrt die reguläre Buslinie 21 der Stadtwerke zum Gaswerk, außerdem fährt zwischen Oberhauser Bahnhof und Gaswerk bei Theateraufführungen ein Shuttle-Service. Seit dem Sommer bekommt auch der Gaskessel einen neuen Farbanstrich, um dem Rost Einhalt zu gebieten. Er ist momentan noch eingerüstet. Später soll im Gaskessel einmal Platz für Konzerte sein. Dazu muss er im Inneren noch umgebaut werden.

Das Catering startet im Januar, das Restaurant zieht später nach

Der Restaurant-Betrieb im Ofenhaus wird zum 1. April 2019 starten. Noch ist die Küche dort nicht installiert. Gastronom Tobias Emminger plant ein klassisches Restaurant mit internationaler Küche sowie einen Bistro-Lounge-Bereich. Theatergäste können aber schon ab Januar mit einem Catering bewirtet werden. Im Sommer soll eine Außengastronomie dazukommen.

 

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