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Augsburg

23.08.2019

Das ist auf dem 29. Marktsonntag in Oberhausen geboten

Für den Umzug beim Marktsonntag nimmt die Arge Oberhausen noch Anmeldungen entgegen.
Bild: Michael Hochgemuth

Damit am 1. September Tausende Besucher den Marktsonntag in Oberhausen 2019 genießen können, ist eine Menge Vorarbeit nötig. Was alles geboten ist.

Rainer Mayer ist zur Stelle, wenn es brennt. Das ist wörtlich zu verstehen, denn der 47-Jährige steht der Freiwilligen Feuerwehr in Oberhausen vor. Am Samstagabend vor dem Marktsonntag rückt Mayer allerdings nicht mit dem Löschfahrzeug in der Ulmer Straße an, sondern mit einem rot-weißen Trassierband. Er sperrt die Parkbuchten ab, damit niemand mehr sein Fahrzeug dort abstellen kann. Denn für einen Tag lang gehören die Stellplätze den Standbetreibern.

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Zu denen zählt seit vielen Jahren auch die Feuerwehr. Sie ist mit einem Löschfahrzeug, Vertretern der Kinder-, Jugend und Erwachsenenabteilung vertreten. Und sie betreibt zwei Grill- sowie einen Crêpes-Stand. Rund 35 Ehrenamtliche repräsentieren die Oberhauser Floriansjünger am Marktsonntag. Mayer möchte diesen Tag nicht missen: „Durch die vielen Besucher auch von außerhalb werden wir über den Stadtteil hinaus bekannt. Außerdem betreiben wir Nachwuchswerbung und füllen mit dem Erlös der Essensstände unsere Vereinskasse auf.“

Zum 29. Mal gibt es den Oberhauser Marktsonntag

Aus diesem Grund fährt der Vorsitzende am Samstagabend auch gerne eine Extraschicht. Mit Hannelore Köppl, die die Stände mit der Sprühdose durchnummeriert, ist er ein eingespieltes Team. Die Vorsitzende der Arge Oberhausen stellt bereits zum achten Mal den Marktsonntag auf die Beine. Am 1. September ist es das 29. Mal, dass sich der Bereich zwischen Wertachbrücke und Bahnhof in eine Flanier- und Einkaufszone verwandelt. Köppl scheut dafür keine Mühen: „Auch wenn es ganz viel Arbeit ist, ich könnte mir den Marktsonntag nicht aus Oberhausen wegdenken. Wir werden das ganze Jahr über darauf angesprochen“, sagt sie.

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Hannelore Köppl kennzeichnet die Stände in den Parkbuchten der Ulmer Straße. Rainer und Thomas Mayer (von links) von der Freiwilligen Feuerwehr sperren die Stellplätze dann ab.
Bild: Michael Hochgemuth

Die Arge-Chefin ist überzeugt, dass das Ereignis den Zusammenhalt in Oberhausen stärkt. Ihre Vorstandskollegin Marlene Schön (Hotel Alpenhof) glaubt sogar, dass manche Einzelhändler in der Marktzone an dem verkaufsoffenen Sonntag „den besten Umsatz des Jahres“ machen. Und Schatzmeisterin Gertraud Baumann, die selbst lange als Einzelhändlerin mit von der Partie war, hebt den Nachhaltigkeitsaspekt hervor. Der Erfolg des Marktsonntags lasse sich nicht an dem einen Tag bemessen. Viele Kunden kämen zu einem späteren Zeitpunkt wieder.

Die zwischen Wertachbrücke und Bahnhof ansässigen Geschäfte dürfen am 1. September von 13 bis 18 Uhr öffnen. Köppl geht davon aus, dass ein Großteil die Gelegenheit wahrnimmt und auch mit attraktiven Angeboten und Sonderaktionen aufwartet. Auch die türkischen Braut- und Festmodenläden beteiligen sich. Ein Wunsch sei allerdings noch offen: „Wie schön wäre es, wenn die Inhaber den Marktsonntag einmal mit einer Modenschau bereichern würden.“

Alle Standplätze beim Marktsonntag sind vergeben

Die zweite Säule des Marktsonntags sind die Marktstände in den Parkbuchten, die bereits um 11 Uhr öffnen. Nach jetzigem Stand sind alle Plätze vergeben. Die Arge verspricht ein vielfältiges Programm mit einigen Neuheiten: Der Trampolinpark Jumptown aus Lechhausen ist erstmals dabei, eine Gruppe der Interessensgemeinschaft Historisches Augsburg kommt zum Umzug. Wer „Tiernahrung im Einklang mit der Natur“ kaufen will, ist ebenso an der richtigen Adresse wie ein Besucher, der sich über Wasseraufbereitung informieren will.

Dass der Sportverein TSV 1871 erstmals beim Marktsonntag mitmacht, freut Köppl ganz besonders. Ebenso angetan ist sie, dass die Kollegen der AZ-Kulturredaktion im Rahmen ihrer Sommerserie „Kultur aus Oberhausen“ eine Sonderschicht einlegen und ihre mobilen Schreibtische in der Ulmer Straße aufstellen. Auch die eine oder andere politische Partei ist mit einem Stand vertreten.

Für Fußballfans dürfte das Fanmobil des FCA ein Anziehungspunkt werden. Doch ob Fußballfan oder sonstiger Besucher: Alle finden reichlich kulinarische Angebote. Neben der Feuerwehr und den ansässigen Restaurants und Cafés gibt es noch diverse andere Stände, an denen die Besucher ihren Hunger und Durst stillen können. Etwas fürs Auge bieten die American Car Friends mit ihren Straßenkreuzern, die nahe der Wertachbrücke geparkt sind.

Eine Premiere feiert die Arge selbst: Sie stellt an ihrem Stand das neue Stadtteilmagazin „Unser Oberhausen“ vor, das künftig zweimal jährlich erscheinen soll.

Offiziell eröffnen wird Bürgermeisterin Eva Weber den 29. Marktsonntag um 13 Uhr auf dem Helmut-Haller-Platz. Für den anschließenden Umzug können sich noch Gruppen bei Hannelore Köppl unter Telefon 0179/5073974 melden. Wie in den Vorjahren fährt auch wieder eine Kutsche in der Festzone.

Marktsonntag führt zu Umleitungen

Für Verkehrsteilnehmer bringt der Marktsonntag neben den wegfallenden Parkplätzen noch einige Veränderungen mit sich: Am Sonntag ist die Ulmer Straße von 6 bis 20 Uhr zwischen Neuhäuser und Wertachbrücke für den Individualverkehr gesperrt, die Umleitungen sind ausgeschildert. Die Straßenbahn fährt. Die Veranstalter empfehlen ohnehin – auch wegen des Plärrers ganz in der Nähe – nicht mit dem Auto, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder dem Fahrrad zu kommen.

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59 Bilder
Der Marktsonntag Oberhausen 2018 in Bildern
Bild: Michael Hochgemuth
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