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Augsburg

15.05.2015

Das ist der Liebling der Besucher im Augsburger Zoo

Gemeinsames Kuscheln ist angesagt: die rotbraune Mutter, der kleine Nemo und der schwarz gefärbte Vater im Katta-Freigehege.
Bild: Zoo Augsburg

Noch verbringt er seine Zeit mit Fressen und Kuscheln. Mohrenmaki-Baby Nemo ist derzeit der Liebling der Besucher im Augsburger Zoo. Doch ob er bleiben kann, hängt von einem ab.

Er ist klein und kuschelt sich meistens noch an Mama oder Papa, die ihn abwechselnd tragen. Doch ab und zu läuft das schwarze Mohrenmaki-Baby mit dem Namen Nemo auch alleine ein paar Schritte. Immer streng beobachtet von seiner Mutter: „Es ist ihr erstes Jungtier“, erklärt die Augsburger Zooleiterin Barbara Jantschke. Am 28. März kam der kleine Mohrenmaki auf die Welt.

Dass er ein Männchen ist, sehe man an der schwarzen Farbe. Junge Weibchen seien zwar auch schwarz, hätten aber von Anfang an weiße Ohrhaare. Mohrenmakis gehören zu den wenigen Tierarten, bei denen sich die komplett schwarzen Männchen und die rotbraunen Weibchen grundlegend unterscheiden.

Nemos Eltern wohnen erst seit Juli vergangenen Jahres im Augsburger Zoo. Die Mohrenmakis haben im Katta-Gehege ihr neues Zuhause gefunden. Die beiden Lemuren-Arten vertragen sich nach Angaben von Jantschke sehr gut, deswegen kann der Zoo sie gemeinsam halten. „Es ist immer besser, verschiedene Arten in einem Gehege zu halten“, sagt Jantschke.

Dass so schnell Nachwuchs geboren wird, kam für Jantschke überraschend. Das Mohrenmaki-Weibchen ist viereinhalb Jahre alt, aber das Männchen erst eineinhalb und damit „ja selber noch ein Kind“. Doch es schlägt sich gut als Vater und Oberhaupt seiner kleinen Familie. „Er verteidigt die beiden schon gegen die Kattas“, sagt Jantschke und lacht. Auch wenn die Kattas eher weniger Interesse an den Mitbewohnern hätten, weil sie eine große Gruppe seien.

Auf Papas Rücken im Freigehege unterwegs

Der kleine Nemo verbringt seine Zeit hauptsächlich mit Fressen und Kuscheln. Normalerweise trinkt er Muttermilch, aber er hat auch schon mal ein Stück Banane probiert. Ausgewachsene Mohrenmakis fressen Obst und Blätter. Wenn Nemo auf Papas Rücken im Freigehege unterwegs ist, ist er der Liebling der Besucher. „Manche haben ihn schon gesehen und auch fotografiert“, sagt die Zooleiterin. Aber zurzeit seien die Mutter und das Jungtier meistens im Innenbereich.

„Wenn Nemo älter ist, müssen wir mal schauen, wie die drei sich vertragen“, sagt Jantschke. „Vielleicht muss man das Jungtier abgeben.“ Vor allem weil die Zoo-Mitarbeiter davon ausgehen, dass ab jetzt jedes Frühjahr ein kleiner Mohrenmaki zur Welt kommt.

In Deutschland gibt es nur drei Zoos, die Mohrenmakis halten: der Zoo Augsburg, der Tierpark Friedrichsfelde in Berlin und der Zoo Eberswalde. Einmal im Jahr bekommen die Mohrenmakis ein Junges. Und das wird im Gehege immer etwas Besonderes bleiben, denn die Gruppe der Kattas besteht nur aus männlichen Tieren.

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