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Augsburg

28.08.2019

Das neue Bürgerbüro Hochzoll kann bald starten

Das Hochzoller Bürgerbüro befindet sich neben der Sparkassen-Filiale in der Friedberger Straße. Parkplätze sind oberirdisch rar, es gibt eine Tiefgarage im Gebäudekomplex. In unmittelbarer Nähe eröffnen zwei Läden für Kfz-Schilder.
Bild: Oliver Wolff

Anfang Oktober eröffnet das Bürgerbüro in der Friedberger Straße. Darauf mussten die Hochzoller gute fünf Jahre warten. Was dort alles geboten sein wird.

Es dauerte lange, doch jetzt ist es bald soweit: Das Bürgerbüro Hochzoll öffnet am 1. Oktober seine Türen. Über gut fünf Jahre erstreckte sich der Planungsprozess samt Unterschriftensammlung von Hochzoller Bürgern. Nun trägt das Bemühen Früchte. Über eine halbe Million Euro hat die Stadt in den Umbau der Büroimmobilie im Erdgeschoss der Friedberger Straße 115 investiert. Das ist aus vielerlei Hinsicht notwendig.

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Einerseits gehe es um die Aufwertung des Stadtteils, erklärt Ordnungsreferent Dirk Wurm, der als Leiter des siebten Referats auch für die Bürgerbüros zuständig ist. „Wir haben auch erkannt, dass die anderen Bürgerbüros eine Auslastung von über 100 Prozent haben.“ Das heißt: Bürger müssen nicht selten längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch für die anderen Stadtteile sei es von Vorteil, wenn die Bürgerbüros ihre Besucher untereinander verteilen können. Manchmal sei es sogar zeitsparender in einen anderen Stadtteil zu fahren. Bereits am Informationsschalter im Eingangsbereich werde man bei Stoßzeiten eventuell umgeleitet.

Neues Bürgerbüro in Augsburg

So auch im neuen Bürgerbüro in Hochzoll. Zwei Mitarbeiter werden an der Theke sitzen und die Besucher empfangen. Kleinere Angelegenheiten, wie etwa die Ausgabe von Ausweisen oder Meldebescheinigungen, werden bereits hier abgewickelt, sagt Helmut Truschies, Leiter bei der Stadt Augsburg im Bereich Bürgerbüro. Außerdem können etwaige Missverständnisse bereits vorab geklärt werden.

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Im Eingangsbereich gebe es 24 Sitzgelegenheiten für Erwachsene, vier Kinderstühle, einen Wasserspender und ein Biometrie-Terminal. Hier können die Besucher Passbilder und elektronische Fingerabdrücke sowie Unterschriften scannen und ins System einspielen. „Die Führerscheinstelle ist auch angeschlossen.“ Die großen Fenster zur Straße hin werden noch foliert. Im Inneren des Bürgerbüros, das baulich mit einer Automatikglastüre vom Eingangsbereich abgetrennt ist, werden einmal sechs Mitarbeiter sitzen und sich um die Belange der Bürger kümmern. Ein Arbeitsplatz ist vom Großraumbüro mit Glaswand und Türe abgeschottet – hier kann Vertrauliches besprochen werden.

Im Durchschnitt komme jeder Bürger einmal pro Jahr ins Bürgerbüro, erklärt Truschies. Umso wichtiger sei es, digital gut ausgerüstet zu sein. Alle Arbeitsplätze sind miteinander verbunden. Es gibt für die Besucher ein offenes WLAN. Aber auch die Barrierefreiheit ist im neuen Bürgerbüro gegeben: Die Toilette ist behindertengerecht ausgestattet und verfügt über einen Wickeltisch. Der Zutritt zum Haus erfolgt schwellenlos. Auch für die Sicherheit ist gesorgt: Jeder Arbeitsplatz hat einen Überfallschalter mit Direktverbindung zur Polizei. Außerdem gibt es Notausgänge.

Mit etablieren Arbeitsabläufen

Sabrina Hubel wird die Leiterin des 350 Quadratmeter großen Bürgerbüros sein. Die 26-Jährige hat die Möbel ausgesucht und ist gerade dabei, das Büro zusammen mit ihren Kollegen einzurichten. „Viel anderes machen wir nicht.“ Über die Jahre – das erste dezentrale Bürgerbüro eröffnete im Jahr 1998 in Haunstetten – haben sich die Arbeitsabläufe etabliert. Sie selbst sei im neuen Bürgerbüro nicht nur für die Personalplanung zuständig, sondern auch als Sachbearbeiterin tätig. Fast von Anfang an sei sie beim Entstehungsprozess dabei gewesen. „Vor ein paar Monaten hingen hier noch die Kabel von der Decke.“ Das persönliche Ziel der jungen Leiterin: „Möglichst effizient und bürgerfreundlich arbeiten.“ Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe.

In den Anfangsmonaten ist im neuen Bürgerbüro mit einer erhöhten Besucherfrequenz zu rechnen. Am Freitag, 23. September, schließt nämlich das Bürgerbüro in Lechhausen. Nach 15 Jahren Betrieb ist hier eine umfassende Sanierung nötig. Die Schließung wird voraussichtlich drei Monate dauern. Parkplätze stehen in der Friedberger Straße nur begrenzt zur Verfügung. In der Berchtesgadener Straße gibt es einen Behindertenparkplatz. Im Gebäudekomplex ist eine öffentlich zugängliche Tiefgarage vorhanden.

In der Friedberger Straße 111 eröffnet zeitgleich zum Bürgerbüro der Laden Schilder Schwab für Kennzeichen im ehemaligen Lotteriegeschäft. Auch schräg gegenüber des Bürgerbüros wird in der ehemaligen Sparda-Bank-Filiale ein Geschäft für Kfz-Schilder einziehen. Er ist über eine Ampel erreichbar.

Das Hochzoller Bürgerbüro eröffnet offiziell am Dienstag, 1. Oktober.

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