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Augsburger Zoo

19.01.2020

Das neue Elefantenhaus wird bald eröffnet - und die Eintrittspreise steigen

Noch ist das neue Elefantenhaus durch Gitter abgesperrt. Bis es Anfang Februar eröffnen kann, ist noch viel zu tun.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Das größte Projekt in der Geschichte des Augsburger Zoos soll Tieren und Besuchern viel Neues bieten. Die Baukosten sind gestiegen - und auch die Eintrittspreise.

Nur noch wenige Wochen, dann geht das neue Elefantenhaus im Augsburger Zoo in Betrieb. Aktuell laufen die letzten Arbeiten. Das größte Projekt in der Geschichte des Augsburger Zoos soll zum Eröffnungstermin Anfang Februar weitgehend fertig werden. In die moderne und stark erweiterte Anlage werden erst einmal die beiden Augsburger Elefantinnen einziehen. Danach bekommen sie Gesellschaft von weiteren Dickhäutern aus dem Tierpark Berlin.

Bislang leben die Augsburger Elefantenweibchen Targa und Burma in einem Gehege, das schon recht alt ist. Die neue Anlage wurde nötig, damit der Zoo weiterhin alle Tierschutzauflagen für die Haltung asiatischer Elefanten erfüllen und neue Tiere nach Augsburg holen kann. Dieser große Moment rückt näher. Knapp zwei Jahre nach der Grundsteinlegung fürs neue Elefantenhaus hat der Zoo den Termin für die offizielle Eröffnung nun festgelegt. Sie ist am Montag, 3. Februar.

Badebecken mit Wasserfall für die Augsburger Elefanten

Die neue Anlage entstand auf einer vorübergehend nicht genutzten Fläche neben dem bisherigen Elefantenhaus. Insgesamt ist das Areal mit rund 7000 Quadratmetern rund viermal so groß wie bisher. Der bundesweit tätige Zooarchitekt Frank Kirsten hat die Anlage geplant. Er hat sie sehr abwechslungsreich gestaltet. Ein Beispiel: Elefanten baden sehr gerne. Deshalb bekommen sie draußen in einen großen Teich, in dem komfortabel planschen können. Auch drinnen im Elefantenhaus gibt es ein Badebecken mit Wasserfall. Und dazu noch viele weitere Neuerungen.

Im Gebäude gibt es eine Beregnungsanlage, um den Sand am Boden staubfrei zu halten. Deckenstrahler und große Heizelemente in den Seitenwänden sorgen für die richtige Temperierung, damit sich die wärmeliebenden Tiere wohlfühlen. Von oben werden per Zeitschaltuhr Fresskörbe mit Heu heruntergelassen. An den Wänden finden die Dickhäuter Holzelemente, an denen sie Hautpflege betreiben können. Verbessert wird auch die Sicherheit für die Tierpfleger. Sie sind beim Kontakt mit den mächtigen Dickhäutern künftig ständig durch Gitter geschützt. Diese Haltung ist heute in Zoos üblich, denn Elefanten werden generell als sehr gefährliche Großtiere eingestuft.

Anfang Februar eröffnet das neue Elefantenhaus im Zoo in Augsburg. Das Areal ist rund viermal so groß wie das bisherige. Noch wird daran gearbeitet.
8 Bilder
So sieht das neue Elefantenhaus im Augsburger Zoo aus
Bild: Silvio Wyszengrad


Bevor Targa und Burma einziehen können, wird noch an zahlreichen Details gearbeitet. Unter anderem müssen Holzstämme und Felsen in der Anlage eingebaut werden, aber auch der Wasseranschluss, Teile der Elektrik und die Überwachungskameras für die Elefanten in der Laufhalle. Zoodirektorin Barbara Jantschke sagt, auch nach der offiziellen Eröffnung sei noch einiges zu erledigen.

Zwei weitere Elefanten werden im Augsburger Zoo erwartet

Wenn alles fertig ist, werden die beiden hochbetagten Augsburger Elefantinnen langsam an das neue Haus gewöhnt. „Je nach Witterung können sie von der alten Anlage in die neue wechseln“, so Jantschke. Die beiden Elefanten-Omas könnten etwas Zeit brauchen, bis sie sich in der neuen Umgebung wohlfühlen. Targa gilt mit ihren 63 Jahren als eines der ältesten Tiere ihrer Art weltweit. Wenn alles klappt, wie geplant, sollen dann voraussichtlich im Frühsommer zwei weitere Elefantenweibchen in den Augsburger Zoo ziehen und zusammen mit ihren Augsburger Artgenossinnen eine neue Herde bilden. Frosja, 38, und Louise, 45, kommen aus dem Tierpark in Berlin.

Um den Augsburger Zoo und das neue Elefantenhaus geht es auch in dieser Folge unseres Podcasts "Augsburg, meine Stadt":

Barbara Jantschke spricht beim neuen Elefantenhaus von einem „Leuchtturmprojekt“. Es ist das bislang größte Vorhaben in der Geschichte des Zoos. Zur Finanzierung haben viele beigetragen. Zwei Millionen Euro gibt die Stadt als Zuschuss. Die Zoofreunde sammelten die von ihnen zugesagten 750.000 Euro ein. Dazu kommen Eigenmittel des Zoos, Kredite, Sponsoren und viele Spenden aus der Bevölkerung. Die Baukosten sind von rund sechs Millionen Euro auf derzeit rund 7,3 Millionen Euro gestiegen. Jantschke begründete dies mit den allgemein steigenden Baupreisen. Das Projekt sei jedoch durchfinanziert.

Wer die neue Attraktion im Augsburger Zoo anschauen will, muss nun einen höheren Eintritt zahlen. Jantschke spricht von einer Preisanpassung im regulären Turnus von zwei Jahren. Die normalen Tagestickets für Erwachsene sind um zwei Euro teurer geworden, Kinder zahlen 1,50 Euro mehr, auch Jahreskarten kosten mehr. Jantschke sagt, in der Preiserhöhung sei nun auch ein Euro pro Tagesticket für Artenschutzprojekte des Augsburger Zoos enthalten. Dieser Beitrag sei „freiwillig“. Besucher, die ihn nicht bezahlen wollen, müssen vorher an der Zookasse Bescheid geben. Dann erhalten sie ein günstigeres Ticket.

Das kostet der Eintritt im Augsburger Zoo

Der Eintritt kostet im Winter (1.11. bis 28.2.) für Erwachsene 11 Euro, Kinder von 3 bis 15 Jahren 6 Euro, für Ermäßigte 10 Euro und für Hunde (an der Leine) 4 Euro, die Familiensparkarte für 6 Kinder und 4 Erwachsene kostet 74 Euro. Im Sommer (1.3. bis 31.10.) kosten die Tickets Erwachsene 13 Euro, für Kinder von 3 bis 15 Jahren 7 Euro und für Ermäßigte 12 Euro.

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