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Augsburg

19.09.2018

Das plant Augsburg für Fahrradfahrer

Dieser Abschnitt wurde inzwischen saniert. Nun kommt ein weiterer Teil an der Gögginger Straße dran.
Bild: Michael Hochgemuth

Viel Geld für Radfahrer: In diesem Jahr sollen unter anderem in der Neuburger und Maximilianstraße Verbesserungen in Angriff genommen werden.

Die Stadt will in den nächsten Wochen mit dem Bau des Radfahrstreifens stadteinwärts in der Neuburger Straße beginnen. Die eigene Radspur zwischen Schlössle und Ulrichsbrücke dürfte deutliche Verbesserungen für Radler aus Lechhausen bringen, die bisher im Straßenverkehr mitfahren mussten. Ebenfalls in diesem Jahr noch sollen die Radspuren in der Langenmantelstraße am Plärrer kommen, nachdem das Projekt aus Zuschussgründen einmal verschoben worden war. Hier fällt je Richtung eine Autospur weg.

In der nördlichen Donauwörther Straße ist zudem eine Verbreiterung der bestehenden Radstreifen geplant, wobei es hier zu keinen dauerhaften Einschränkungen für den Autoverkehr kommt. Zudem sollen demnächst auch die Arbeiten für die Komfortstreifen aus geschnittenem Pflaster in der Maximilianstraße beginnen. Die Baustelle ist in mehrere Abschnitte geteilt, damit sich die Zahl der durch die Bauarbeiten wegfallenden Parkplätze in Grenzen hält. Allein die Arbeiten für den ersten Abschnitt werden bis ins kommende Jahr dauern, wobei im Advent im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft eine Pause gemacht wird.

Derzeit teilen sich Rad- und Autofahrer die Neuburger Straße. Das soll sich bald ändern: Radfahrer erhalten auch stadteinwärts eine eigene Spur zwischen Schlössle und Ulrichsbrücke.
Bild: Michael Hochgemuth

Das Tiefbauamt hat fürs kommende Jahr eine Reihe weiterer Verbesserungen angekündigt. Darüber wird der Bauausschuss des Stadtrats am heutigen Mittwoch entscheiden. Voraussetzung, dass dann tatsächlich gebaut wird, ist immer, dass die Einzelprojekte im nächsten Haushalt berücksichtigt werden.

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Autobahnbrücke

Für 85.000 Euro soll im kommenden Jahr der Radweg auf der Ostseite des Lechs im Bereich der Autobahnbrücke samt der Zufahrtsrampen zum an die Brücke angehängten Radweg umgebaut werden. Momentan ist der Radweg, den Radler als Teil der Verbindung zwischen Firnhaberau/Hammerschmiede und Oberhausen nutzen, unbefestigt und hat eine Längsneigung. Aufgrund der starken Nutzung und des baulichen Zustands zu vermehrten Radunfällen.

Industriegebiet Lechhausen

Der Fußgängerweg zwischen Steinerner Furt und Allensteinstraße (Benedikt-Kern-Weg) soll zum Radweg ausgebaut werden. Auf diese Weise soll das Industriegebiet Lechhausen besser erreichbar werden. Dazu soll der Weg verbreitert, asphaltiert und mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Kosten: 350.000 Euro. Kommendes Jahr könnte gebaut werden.

Flandernweg

Der zwischen Westfriedhof und dem Wohngebiet „Supply Center“ gelegene Flandernweg, der Pfersee-Nord und Stadtbergen verbindet, soll asphaltiert werden. Momentan hat der Weg eine Erd-/Kiesschicht, in der sich nach starkem Regen oder Frost Pfützen bilden. Kostenpunkt: 100.000 Euro.

Antonsviertel

Nachdem die Stadt schon im vergangenen Jahr den Radweg an der Gögginger Straße stadteinwärts zwischen Muesmann- und Eichleitnerstraße saniert hat, soll als nächstes der Abschnitt zwischen Schertlin- und Morellstraße drankommen. Der Plattenbelag hat sich auch in diesem Bereich gelockert. Die Stadt möchte ihn durch einen Asphaltbelag ersetzen. Langfristig sei geplant, in der Gögginger Straße eine einheitliche Radverkehrsführung zu schaffen. Dazu müssten dann aber wohl Parkplätze wegfallen. Kostenpunkt für die Sanierung: 200.000 Euro.

Bahnhalt Morellstraße

Am Bahnhalt Morellstraße sollen 30 Fahrradabstellplätze für Pendler geschaffen werden.
Bild: Michael Hochgemuth

Hier sollen knapp 30 Fahrradabstellplätze für Pendler geschaffen werden. Drei Autostellplätze in der Windprechtstraße fallen dafür weg. Kosten: 40.000 Euro.

Thelottviertel

Der Radweg entlang des Wertachkanals im Thelottviertel soll verbreitert werden. Die Hecke muss dafür gerodet werden.
Bild: Michael Hochgemuth

Der Radweg entlang des Wertachkanals auf Höhe der Kleingartenanlage Perzheimwiese (Abschnitt zwischen Kraftwerk und Luitpoldbrücke) soll von zwei auf drei Meter verbreitert werden. Im momentanen Zustand ist er zu schmal für einen Zweirichtungsverkehr. Die bestehende Ligusterhecke muss gerodet werden. Kosten inklusive einer neuen LED-Beleuchtung: 230.000 Euro.

Stuttgarter Straße

Zwischen den Ampeln am B17-Anschluss und der Donauwörther Straße gibt es keinen Radweg. Die Stadt plant die Markierung von Radfahr- und Schutzstreifen sowie in einem kurzen Abschnitt die Führung eines Radwegs auf dem Bürgersteig. In dem Gewerbegebiet würden etwa 84 Pkw-Stellplätze bzw. 30 Lkw-Plätze am Straßenrand wegfallen. Nach einer Zählung der Stadt sind die Stellplätze tagsüber weitgehend belegt. Allerdings sei in den Nebenstraßen genug Platz. Der Radweg könnte frühestens 2020 entstehen. Kostenpunkt: 600.000 Euro.

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19.09.2018

Vielleicht erst mal Konzentration der Mittel auf Gefahrstellen und unübliche Verkehrsführungen?

Wellenburg Richtung Norden ist so eine Stelle. Aus dem Wald heraus erst Radweg auf der falschen (westlichen) Straßenseite, dann plötzliches Ende mit Ableitung auf die Gegenspur der Straße. Querung auf die Fahrbahn auf der Ostseite und dann in der Y-Kreuzung Querung über die gesamte Fahrbahn auf den Radweg auf der Nordseite - unterstützt mit einem Verkehrszeichen für die "Verkehrsführung".

Platz wäre problemlos vorhanden...

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