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Daten-Panne

21.11.2014

Daten-Panne bei den Stadtwerken: Falscher Anhang fiel niemandem auf

Die Daten aller Verkehrs-Abo-Kunden verschickten die Stadtwerke versehentlich an Stammkunden.
Bild: Anne Wall

Eine Stadtwerke-Mitarbeiterin verschickte eine Liste mit Daten aller Verkehrs-Abo-Kunden versehentlich per E-Mail an 240 Kunden. Wie konnte das passieren?

Eigentlich wollte man treue Kunden mit einer Verlosung belohnen – das Vorhaben ging für die Stadtwerke (SWA) jedoch nach hinten los. Statt der Benachrichtigung über den Gewinn einer Kinokarte und die zugehörige Einladung für die spezielle Kino-Vorstellung für Stammkunden verschickte eine Mitarbeiterin am Mittwochabend versehentlich eine Liste mit Daten aller Verkehrs-Abo-Kunden im Anhang der E-Mail, die an 240 Personen versandt wurde. „Wie das genau passieren konnte, wissen wir auch nicht, wahrscheinlich hat sie einfach die falsche Datei ausgewählt“, sagt Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg.

Die Datei enthielt Namen, Straße, Postleitzahl, Wohnort und Kundennummern der gesamten Verkehrs-Abonnenten der Stadtwerke, also rund 26400 Kunden. Sensible Daten wie Bankverbindungen und Telefonnummern waren laut Stadtwerken aber nicht in der Datei enthalten. Schüler- und Schnupper-Abo-Kunden seien ebenfalls nicht von der Panne betroffen.

Der falsche Anhang der Mail sei niemanden der Mitarbeiter aufgefallen

„Uns ist da ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Die E-Mail wurde mehrfach von verschiedenen Mitarbeitern geprüft, aber der falsche Anhang ist leider niemandem aufgefallen“, erläutert Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg.

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Bereits kurz nachdem die E-Mails abgeschickt wurden, meldeten sich erste Empfänger, die den Irrtum bemerkt hatten. „Wir haben dann sofort die zuständige Datenschutzaufsicht informiert und uns erkundigt, wie wir weiter vorgehen sollen“, berichtet Fergg.

Diese hat empfohlen, eine Hotline für Betroffene einzurichten, unter der sich diese informieren können. Außerdem habe man gleich nach Bekanntwerden des Missgeschicks die Rückruffunktion des E-Mail-Programms aktiviert, die alle Empfänger darum bittet, die E-Mail zu löschen, erzwingen könne man dies allerdings nicht. Das Löschen muss der Empfänger nämlich erst bestätigen, was der Großteil auch bereits getan hat, sagt Jürgen Fergg. In einer weiteren Nachricht wurden die 240 Empfänger darüber informiert, was passiert ist und wurden erneut um Vernichtung der Liste mit Kunden-Daten gebeten.

Betroffene können sich bei den Stadtwerken informieren

Um Fälle wie diesen in Zukunft zu verhindern, habe man gemeinsam mit dem internen Datenschutzbeauftragten bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen. Ob es für die Stadtwerke zu rechtlichen Konsequenzen wie Schadensersatzforderungen seitens der betroffenen Verkehrs-Abonnenten kommen könnte, sei noch nicht geklärt, so Fergg. Bisher habe sich aber noch keiner der Betroffenen bei den Stadtwerken gemeldet.

Neben den 240 Kinokarten-Gewinnern, die per E-Mail angeschrieben wurden, sind auch mehr als 200 Stadtwerke-Stammkunden per Post über das Ergebnis der Verlosung informiert worden. Die Briefe wurden allerdings mit dem korrekten Inhalt versandt.

Info Betroffene der Daten-Panne können sich bei den Stadtwerken unter Telefon 0821/6500-5790 oder per E-Mail an: Michael.Nessler@sw-augsburg.de zu den üblichen swa-Geschäftszeiten informieren.

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