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09.06.2009

Dem dritten Peters am Theater fehlt nur der Rhein

"Ich bin der dritte Peters innerhalb weniger Jahre an diesem Theater", erzählt der neue Pressemann und lacht. Stimmt, denn bis 2007 führte Ulrich Peters als Intendant die Geschäfte am Kennedyplatz, Thomas Peters stand als ein beim Publikum besonders beliebter Schauspieler auf den Brettern oder führte Regie. Davon profitiert jetzt der neue Peters, der auf den Vornamen Philipp hört. Denn seine Namensvorgänger waren sehr beliebt, das komme nun ihm zugute, freut sich der gebürtige Düsseldorfer und lobt das gute Klima im Haus am Kennedyplatz.

Überhaupt hat ihn die Stadt gut empfangen. Schnell fand er eine hübsche Wohnung in der Altstadt, sogar die Ummeldung auf dem Bürgeramt dauerte gerade mal zwei Minuten. Nur den Willkommensgruß mit diversen Gutscheinen, den in seiner Heimatstadt am Rhein jeder Neubürger bekommt, hat er vermisst.

Nicht schlimm, hat er doch für Museumsbesuche oder einen Kneipenbummel gar keine Zeit. Zwar teilt er sich den Job noch mit Juliane Stahlknecht, die demnächst nach Salzburg wechselt, doch über Mangel an Arbeit kann der 33-Jährige nicht klagen. Immerhin gilt es die Freilichtbühnensaison, die am 27. Juni startet, "einzutüten". Dort entscheidet sich bekanntlich, ob das Theater eine gute oder eine schlechte Bilanz vorlegen kann.

Peters rechnet natürlich mit einem guten Finale, er ist sicher, dass die Abende am Roten Tor beim Publikum gut ankommen werden. Überhaupt ist er von Theater Augsburg schwer begeistert. "Ich als Opernkenner kannte Platée von Jean-Philippe Rameau nicht, aber die Aufführung im Großen Haus mit dieser Mischung aus Gesang und Ballett hat mich wirklich umgehauen", so Peters.

Dem dritten Peters am Theater fehlt nur der Rhein

Dabei ist der Diplom-Kaufmann in Sachen Oper einiges gewohnt. Er hat schon als Gymnasiast für seine Mitschüler die günstigen Billetts besorgt und sich Verdi und Puccini "reingezogen". Beim Jugendclub "Rheingold e.V.", den er im März 1998 in Düsseldorf aus der Taufe hob, war er nicht nur Gründungsmitglied, sondern auch lange Zeit Vorsitzender. 300 Mitglieder zwischen 13 und 30 Jahren hatte der Verein, dessen ausschließlicher Zweck es war, jungen Menschen die Oper nahezubringen. "Wir sind nach München, Hamburg oder Berlin gefahren, um besondere Aufführungen zu erleben."

Die Arbeit mit der Jugend will er auch in der Fuggerstadt forcieren. Ideen hat er jede Menge. "Man muss junge Menschen ernst nehmen", weiß er aus vielen Gesprächen.

Seine Entscheidung für Augsburg hat er bisher keinen Tag bereut. Nicht mal das Altbier fehlt ihm. Ebenso wenig das Luxushaus Hotel Bredeney, in dem er dreieinhalb Jahre für den Veranstaltungsverkauf zuständig war. Nur der Rhein, dieser breite Fluss, an dem sich in Düsseldorf so viel abspielt, der fehlt ihm. "Ich habe zwar den Vorderen Lech vor meiner Haustür, aber das ist doch nicht vergleichbar", sagt er. Einen schicken Beach-Club mit lässiger Lounge-Musik kann er sich dort nicht mal beim besten Willen vorstellen.

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