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Augsburg-STadt

26.04.2015

Der Bahnpark rückt näher an die Menschen

Markus Hehl, der Geschäftsführer des Bahnparks, möchte den Zaun vor der Dampflokhalle entfernen und an dieser Stelle einen großen, zentralen Platz anlegen. Doch noch wartet er auf die Baugenehmigung.

Nicht nur im Inneren des Geländes wird saniert. Der Zaun vor der Dampflokhalle soll weichen, ein großer öffentlicher Platz entstehen. Was Eisenbahnfans sonst noch alles erwartet

Hochfeld Ein ganz neues Bild bietet sich bald für die Anwohner des Bahnparks Augsburg an der Firmhaberstraße: Der Zaun entlang der Straße, der das Gelände derzeit noch hermetisch abschottet, soll weichen und vor dem Eingangsbereich des Bahnparks entsteht ein offener Platz. „Sobald der Bauantrag genehmigt ist, kommt der Zaun weg“, verspricht Markus Hehl, Geschäftsführer des Bahnparks. Dann werde der Eingangsbereich des Bahnparks gestaltet. Erstmals bekomme das Viertel einen zentralen Platz, an dem sich die Menschen aufhalten könnten – im nächsten Schritt könne hier auch eine Gastronomie entstehen, so Hehl.

Auch sonst tut sich viel auf dem Gelände. Am 1. Mai beginnt die Saison mit einem Jazzkonzert, am 3. Mai öffnet der Bahnpark wieder seine Pforten für die Öffentlichkeit, und das ab sofort mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Von Mai bis Oktober kann man jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr die Faszination Eisenbahn und Technik erleben.

Neu in diesem Jahr ist die erweiterte Modelleisenbahn in der Dampflokhalle. Auf rund 500 Metern Gleis der Spurweite „G“ drehen hier 40 Züge mit 80 Lokomotiven und rund 200 Waggons ihre Runden – realitätsgetreu schnaufend, pfeifend und dampfend. Sogar einen Nachbau der Drehscheibe, mit der die Lokomotiven umgesetzt werden können, hat die Miniaturanlage. Die Modellbahn zeigt Züge der Rhätischen Bahn, die auf einer der landschaftlich schönsten Strecken fährt, wie Sammler und Bahnparkmitarbeiter Jürgen Drexler schwärmt.

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Auch eine Baustelle wird in diesem Jahr für die Besucher geöffnet: der historische Ringlokschuppen aus dem Jahr 1906, der derzeit für rund 1,3 Millionen Euro saniert wird. Hoer sollen bald „Botschafterlokomotiven“ aus ganz Europa ausgestellt werden. Ein kleiner Teilbereich des Rundhauses wird für die Öffentlichkeit freigegeben, damit sich die Besucher ein Bild von den Bauarbeiten machen können. Derzeit arbeiten Zimmerleute am Dach und an der historischen Holzkonstruktion, die behutsam erneuert wird. Dabei wird so viel von der historischen Substanz erhalten wie möglich, erläutert Hehl. Deutlich sieht man, wo die historischen, dunklen Balken durch neue, helle Holzkonstruktionen ergänzt werden. Wenn das „Rundhaus Europa“ fertig ist, sollen hier einmal 18 Lokomotiven stehen. Im Oktober soll Richtfest gefeiert werden, bis Mai 2016 könnte der größte Teil des Bauwerks wieder geöffnet werden, hofft der Geschäftsführer.

Geöffnet wird in diesem Jahr auch ein zweiter der insgesamt vier Luftschutzbunker auf dem Gelände. Als kriegswichtige Einrichtung gab es auf dem Bahngelände insgesamt 17 Schutzräume für die Bahnmitarbeiter. Der jetzt zugänglich gemachte Bunker wurde in dem Zustand belassen, wie er 1945 außer Betrieb ging, sagt Markus Hehl. 46 Personen konnten in dem schlauchartigen Raum Schutz vor den alliierten Bombenangriffen finden. Schon seit Längerem kann man einen weiteren Bunker auf dem Gelände besichtigen – in diesem ist eine Fotoausstellung über die Zeit des Zweiten Weltkrieges untergebracht.

Wer wissen möchte, was alles für den Betrieb einer Dampflok benötigt wird, kann im Rahmen des neuen Konzeptes „Welt der Dampflok“ in der Halle und im Freigelände sehen, wie eine Lok Wasser aufnimmt, wie Kohle nachgefüllt oder wie sie in der Werkstatt repariert wird. Das komplette Bild eines Bahnbetriebswerks der Fünfzigerjahre wurde hier zum Leben erweckt.

Das Kultur- und Museumsprojekt Bahnpark Augsburg befindet sich noch im Aufbau, betont Hehl. Doch gerade diese Atmosphäre mache die Ausstellung spannend und authentisch.

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