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Augsburg

02.11.2017

Der Färberturm im Fokus

Seit fast fünf Jahren wartet der Färberturm im Textilviertel darauf, das Zentrum im Stadtteil zu werden, zu dem es die Bürgeraktion machen will. Die Vorsitzende Renate Rampp und ihre Mitstreiter wollen, dass es für die Bevölkerung ein Ort der Begegnung wird.
Bild: Ulrich Wagner

Renate Rampp berichtet der Bürgeraktion Textilviertel in der Mittgliederversammlung bezüglich der Sanierung über den Stand der Dinge. Ein sozialer Treff wie der Hochzoller Holzerbau ist angestrebt.

Unter seinem quadratischen roten Dach wirkt das Gebäude aus der Luft fast unscheinbar. Zu einem imposanten Baudenkmal erwächst der Färberturm an der Schäfflerbachstraße, wenn der Betrachter ihn vom Straßenrand her anschaut und zu ihm aufsieht. Die Bürgeraktion Textilviertel um die Vorsitzende Renate Rampp hat schon vor Jahren ein detailliertes Nutzungskonzept erarbeitet, um das Haus wieder mit Leben im Geiste der textilen Vergangenheit zu erfüllen. Es soll dem prosperierenden Viertel ein kleines Zentrum der Identifikation und der sozialen Vernetzung geben. Über den Stand der Dinge wurde jetzt in einer Mitgliederversammlung berichtet.

Vorbildliches Miteinander

Das Vorbild der Ideen für den Färberturm steht im Nachbarstadtteil Hochzoll. Renate Rampp denkt an den Holzerbau, wenn sie sagt: „Es ist genial, was die dort machen.“ Die Kulturtage, die gerade zu Ende gehen, seien nur ein Beispiel für ein „gemeinsames Anschieben“ verschiedener Vereine. Die Vorsitzende der Bürgeraktion Textilviertel ist fasziniert davon, dass sämtliche Aktivitäten – von Montmartre bis Kunstwand bei der Post – aus dem Stadtteil heraus entstehen. Auch die Bürgeraktion Textilviertel wünscht sich einen derartige Ort der Identifikation. Schließlich seien rund ums Textilmuseum (tim) viele Neubauten entstanden und Menschen zugezogen, die an der Schäfflerbachstraße ein Zentrum finden könnten.

Das Textilviertel könne mittlerweile mit – teilweise bundesweit beachteten – kulturellen Glanzstücken wie tim, Glaspalast, sensemble, Fabrikschloss, kleinem Martinipark, AKS aufwarten. Was jetzt noch als identitätsstiftende Anlaufstelle für die Bürger fehle, sei ein offener Treffpunkt mit vielfältigem, textilviertelbezogenen, sozialen und kulturellen Angeboten. Kindern und Jugendlichen aller Nationalitäten gelte eine besonderes Aufmerksamkeit, sagen Renate Rampp und ihre Vorstandskollegen. Für sie wolle man vergnügliche Nachmittage gestalten, die einen Bezug zum textilen Handwerk oder den Besonderheiten des Viertels haben.

Anfang 2018 geht es wohl los

Positive Kunde erreichte die Bürgeraktion jetzt aus dem Baureferat. Baureferent Gerd Merkle stellte demnach den Sanierungsbeginn und die Umsetzung der seit 2013 vom Stadtrat genehmigten Pläne für Anfang nächsten Jahres – genauer Ende des ersten Quartals – in Aussicht. Die zur Sanierung dieses Bauwerks erforderlichen Planungen sind mittlerweile mit allen Beteiligten abgestimmt, die Baugenehmigung liege vor. Da der Färberturm wohl „der letzte seiner Art“ ist, mussten zahlreiche Untersuchungen zu Bausubstanz, ursprünglicher Fassadengestaltung, historischer Nutzung, Denkmalwert und Brandschutz durchgeführt werden, heißt es.

Das Gebäude solle nur zu bestimmten Anlässen und Veranstaltungen geöffnet sein, das heißt: Zu festen Öffnungszeiten. Im Sommer wollen die Aktionsmitglieder bei gutem Wetter auch die Freifläche vor dem Gebäude nutzen. Eine Bewirtung im Erdgeschoss im Rahmen der Vereinsarbeit ist vorgesehen.

Meinung Unter www.stadtentwicklung-augsburg.de können sich Bürger an einer Online-Befragung zu den Plänen beteiligen.

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