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Industriedenkmal

11.07.2012

Der Gaskessel wird saniert

270 000 Euro kostet es, das Dach des Scheibengasbehälters des Oberhauser Gaswerks zu sanieren. Das Industriedenkmal ist 100 Jahre alt. Wie es einmal genutzt werden soll, wird noch diskutiert.
Bild: Stephanie Sartor

Stadtwerke reparieren das marode Dach. Deswegen ist die Aussichtsplattform bis Ende September gesperrt

Das Gaswerk Oberhausen ist ein europaweit einzigartiges Industriedenkmal. Für die Stadtwerke als Eigentümer ist es allerdings nicht ganz billig, dieses Ensemble zu erhalten. Eine Million Euro steckt sie jährlich in die fast 100 Jahre alten Gebäude. Jetzt sind am Scheibengasbehälter, dem markantesten Teil des Gaswerks, größere Sanierungsarbeiten erforderlich.

Voraussichtlich bis Ende September ist das historische Bauwerk für die Öffentlichkeit gesperrt. Wer die Aussichtsplattform in 86 Meter Höhe noch einmal besteigen will oder sich das Foucault’sche Pendel im Inneren anschauen möchte, hat am Sonntag 15. Juli, letztmals die Möglichkeit dazu. Dann rücken die Bauarbeiter an.

Nach Auskunft von Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg ist das Dach des Gasbehälters marode. Zur Sicherung muss der Rost entfernt und ein Anstrich erneuert werden. Weil diese Arbeiten nur bei gutem Wetter erledigt werden können, zieht sich die Maßnahme hin. 270000 Euro kostet die Dachsanierung.

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Immer wieder müssen die Stadtwerke in das Gaswerk investieren. Mal sind es alte Leitungen, die repariert werden müssen, mal die Elektronik. Seit Jahren war jedoch nicht mehr in diesem Umfang saniert worden, wie es in den kommenden Monaten der Fall sein wird. „Es geht darum, dieses einzigartige Denkmal zu erhalten und eine spätere Nutzung zu ermöglichen“, sagt Fergg. Welche das sein könnte, darüber wird allerdings seit Jahren diskutiert.

Bislang wird das Gelände vor allem für Veranstaltungen wie zuletzt das Grenzenlos-Festival genutzt. Einige kleinere Betriebe haben sich eingemietet. Elf Jahre nach der industriellen Stilllegung des Gaswerks gibt es aber noch immer kein konkretes Nutzungskonzept.

Zuletzt war es als Wirkungsstätte für Kulturschaffende, zum Beispiel für den Kulturpark West, im Gespräch. Laut Fergg sind diese Planungen aber noch nicht weiter vorangekommen. (monik)

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