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Augsburg

14.05.2019

Der Kampf um das Augsburger Rathaus ist eröffnet

Das Augsburger Rathaus.
Bild: Felicitas Macketanz

Wer wird Nachfolger von Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl? Es könnte passieren, dass es ein Dutzend OB-Kandidaten geben wird.  

Der Ausgang der Oberbürgermeister-Wahl im März 2014 war eine eindeutige Angelegenheit: Amtsinhaber Kurt Gribl (CSU) setzte sich bereits im ersten Wahlgang gegen acht Herausforderer durch. Nach zwei Amtszeiten tritt Gribl, 54, bei der Wahl 2020 nun nicht mehr an. Die Karten werden neu gemischt, doch eines ist zum jetzigen Zeitpunkt bereits klar: Es werden am 15. März 2020 mehr OB-Kandidaten ins Rennen gehen als bei der zurückliegenden Kommunalwahl.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Dutzend an Bewerbern voll wird. Zwei OB-Kandidaten stehen bereits fest: Den Anfang machte die AfD, die Stadtrat und Landtagsabgeordneten Markus Bayerbach zum Kandidaten nominiert hat. Jetzt folgte die Bürgerbewegung Augsburg in Bürgerhand, die erstmals bei einer Wahl antritt. Bruno Marcon, die treibende Kraft der Bewegung, ist OB-Kandidat. Eine Hürde muss die Bürgerbewegung allerdings noch überspringen: Um bei der Wahl zugelassen zu werden, benötigt sie 470 Unterstützungsunterschriften. So sieht es die Gemeindeordnung vor. Wann sich Wähler in die Listen eintragen können, wird die Stadt mitteilen.

Die CSU kürt Bürgermeisterin Eva Weber

In einigen anderen Parteien zeichnet sich ebenfalls ab, wer als Kandidat auserkoren ist. Die CSU hat ihre Nominierungsversammlung auf Montag, 27. Mai, terminiert. Veranstaltungsort ist das Ofenhaus aus dem Gaswerkgelände. Bürgermeisterin Eva Weber wird von den Delegierten als OB-Kandidatin nominiert. Einen Herausforderer in den eigenen Reihen gibt es nicht. Eva Weber gilt als Wunschkandidatin des scheidenden Oberbürgermeisters Gribl.

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Die Linkspartei hat vermeldet, dass Bezirksrat Frederik Hintermayr antreten werde. Bei der ÖDP läuft alles auf Stadtrat Christian Pettinger hinaus. Die Freien Wähler werden ebenfalls einen OB-Kandidaten ins Rennen schicken. Der Journalist Peter Hummel hat Ambitionen angemeldet. Er gilt als Favorit bei den Freien Wählern. Die FDP und Pro Augsburg haben verlauten lassen, dass es aus ihren Reihen ebenfalls einen Kandidaten geben wird. Zu möglichen Bewerbern äußerten sich beide noch nicht.

Bei den Grünen gibt es einen Dreikampf

Die CSU, die mit SPD und Grünen im Rathaus regiert, hat sich auf Eva Weber festgelegt. Die beiden Bündnispartner haben unterschiedliche Vorgehensweisen, wie ihr Kandidat gekürt wird. Die Grünen setzen gegenwärtig auf ein parteiinternes Auswahlverfahren. Martina Wild, Melanie Hippke und Deniz Anan wollen Kandidat werden. Fraktionschefin Martina Wild gilt im Dreikampf als Favoritin. Die SPD hat eine Findungskommission eingerichtet, die zu gegebener Zeit dem Vorstand einen Vorschlag unterbreiten wird. Fest steht, dass die SPD-Delegierten vor der Sommerpause am 19. Juli den Kandidaten nominieren. Wer in die SPD hineinhört, gewinnt den Eindruck, dass Ordnungsreferent Dirk Wurm für die SPD antritt. Chancen werden zudem Fraktionschef Florian Freud eingeräumt. Dass die SPD eine Person von außerhalb holt, gilt als unwahrscheinlich.

Bei der Wahl 2014 gab es die Gruppierung WSA (Wir sind Augsburg) noch nicht. Der frühere Kulturreferent Peter Grab hatte sie nach seinem Abgang initiiert. Für die WSA sitzt Grab nun im Stadtrat. Er gilt als möglicher OB-Kandidat. Ähnlich wie die Bürgerbewegung „Augsburg in Bürgerhand“ benötigt die WSA 470 Unterstützungsunterschriften. Oliver Nowak schaffte 2014 den Einzug in den Stadtrat für die Polit-WG. Es ist nicht auszuschließen, dass die Polit-WG im Wahlkampf 2020 einen eigenen OB-Kandidaten benennt. Dies war im Jahr 2014 nicht der Fall. Im Stadtrat ist die CSM (Christlich-Soziale Mitte) nicht mehr vertreten, obwohl sie bei der Wahl 2014 drei Sitze gewann. Rolf Rieblinger und Dimitrios Tsantilas sind in der laufenden Periode zur CSU gewechselt. Claudia Eberle ging zu Pro Augsburg. Die CSM gibt es nach wie vor als Verein. Insofern wäre es möglich, mit einer eigenen Mannschaft und einem OB-Kandidaten bei der Kommunalwahl 2020 anzutreten.

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