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Augsburg

13.12.2017

Der Perlachturm muss sofort schließen

Die oberen Stockwerke des Perlachturms bröckeln.
Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Der Perlachturm ist maroder als gedacht: Die Sanierung sollte ohnehin 2018 starten. Aber ein Gutachten weist auf ein akutes Problem hin. 

Das 70 Meter hohe Wahrzeichen sollte ab kommendem Jahr ohnehin saniert werden. Doch der Turm musste jetzt nach einer bautechnischen Untersuchung des Treppenhauses mit sofortiger Wirkung gesperrt werden. Zwar hat der Turm im Winter eigentlich zu, an den Adventswochenenden war ein Aufstieg für Besucher seit einigen Jahren aber möglich. Möglicherweise wird der Turm, den pro Jahr um die 40000 Besucher besteigen, nun für mehrere Jahre unzugänglich sein.

Geländer ist nicht mehr verkehrssicher

Laut eines Ingenieurgutachtens ist das Geländer der Betontreppe, das nach den Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg eingebaut wurde, nicht mehr verkehrssicher. Es gebe keine Sicherheitsreserven mehr, zudem könnten die Geländerpfosten aus der Betontreppe ausbrechen. Auch die Treppe selbst sei nach heutigen Maßstäben für die Belastung durch Besuchergruppen nicht mehr geeignet.

Im Endeffekt dürfte es darauf hinauslaufen, dass die Treppe neu gebaut werden muss. Die Kosten sind noch unklar. Als die Sanierung 2016 beschlossen wurde, war auch im Gespräch gewesen, die Treppen neu zu gestalten, um Besucher schon beim Aufstieg durch eine Art Ausstellung führen zu können. Das Konzept wurde damals verworfen – zu teuer.

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Stockwerke aus Naturstein bröckeln

Insgesamt rechnet die Stadt bislang mit 2,1 Millionen Euro an Kosten. Damit dürfte nun nicht mehr hinzukommen sein. Die Sanierung hatte sich ohnehin schon um ein Jahr verschoben und sollte nach letztem Stand 2018 beginnen. Grund für die Sanierung ist, dass die oberen Stockwerke aus Naturstein bröckeln, weil Eisenarmierungen im Inneren rosten. Eine der Säulen an der Besucherplattform ist seit Jahren mit einer blauen Plastikmanschette gesichert, um Abplatzungen zu vermeiden. Geplant ist, alles, was über der Besucherplattform liegt, also Säulen, Glockenspiel und Kuppel, mit dem Kran herunterzuheben. 2019 soll die Fassade, die zuletzt vor mehr als 30 Jahren verputzt wurde, erneuert werden. Dafür wird der Turm komplett eingerüstet.

2020 wollte die Stadt die Innensanierung mit Schaffung eines neuen Eingangs angehen. Ob es bei diesem Zeitplan bleibt, ist unklar. In der heutigen Bauausschuss-Sitzung will Baureferent Gerd Merkle (CSU) sich zum weiteren Vorgehen äußern. Um den Turm während der Sanierung zumindest zeitweise zu öffnen, will die Stadt prüfen, ob die Treppenmängel mit Auflagen wie Zugangskontrollen vorübergehend kompensiert werden können.

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