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Brechtbühne

02.11.2013

Der Poetry-Slam wird größer

Tobias Kunze entschied den Slam auf der Brechtbühne für sich.
Bild: Hochgemuth

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„Happy Birthday Grand Slam!“, hieß es am Donnerstag erstmals auf der Brechtbühne, der Augsburger Poetry Slam feierte dort seinen Geburtstag. Zehn Teilnehmer rangen mit Kurzgeschichten, rhythmischen Erzählungen und Reimen um den Sieg. Zu seinem 15. Geburtstag erfand sich der Augsburger Poetry Slam wieder neu. In der Vergangenheit trug er verschiedene Namen, zuletzt kannte man ihn als „Lauschangriff“. Passend zum runden Geburtstag heißt er nun „Grand Slam“, was auch zu dem Umzug auf die ausverkaufte Brechtbühne, die neue Heimat des Slams, passt.

Der Umzug war nötig geworden, weil das Publikum und die Begeisterung kontinuierlich zugenommen hatten. Vor fünfzehn Jahren hatte es im Blauen Salon begonnen, dann wurde 13 Jahre in der Kresslesmühle das Publikum mit neuer, eigener und lebendiger Literatur begeistert. Horst Thieme, nicht nur Initiator, sondern auch stets Moderator der Slams, verriet: „Ich wollte eine Bühne schaffen, wo sich jeder, wirklich jeder ausprobieren kann.“ Das ist ihm gelungen.

Dieses Mal probierten sich vier geladene Slammer sowie sechs Kandidaten aus Augsburg. Von einer gedanklichen Entgleisung, die das Weltgefüge zum Einstürzen brachte, wie Thomas Laschek (Augsburg) sie performte, bis hin zu einer Sinfonie des Kauens, vorgetragen von Frank Klötgen – poetischer kann man den „Akt des Essens“ nicht beschreiben – war alles geboten.

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Die Applausbewertung fiel jedoch für Tobias Kunze aus Hannover und Bumillo aus München am höchsten aus. So standen der Niedersachse und der Oberbayer im Finale. Kunze vermochte es im ersten Durchgang, mit einer kritischen Reflexion der schnelllebigen Konsum- und Werbewelt das Publikum zu begeistern. „Ich komm’ nicht hinterher“, war sein Tenor, dem folgten unglaublich schnell gesprochene Eindrücke der Welt, die durch Reime verknüpft waren. Tosender Applaus.

Im Finale trug Bumillo in oberbayerischer Mundart eine Ode an den Schlafanzug vor. Kunze versuchte es mit einer erotisch aufgeladenen Beziehung zu einem Toastbrot. Und schaffte es damit auch. Mit dem „Test-toast-taron“ hatte er den Sieg davongetragen. Ohne Wortgefechte, dafür mit Musik wurde im Weißen Lamm weiter Geburtstag gefeiert. Dort findet der nächste, besondere Slam statt: der Diary Slam am 6. November.

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