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Augsburg

23.08.2020

Der Sportverein FSV Inningen widmet sich nun auch dem Kartenspiel

Als Vorsitzender der neuen Schafkopf-Abteilung des FSV Inningen hat Stefan Bellan alle Trümpfe in der Hand.
Bild: Fridtjof Atterdal

Plus In dem Sportverein kann man künftig Schafkopf spielen. Wer es gerne moderner hat, findet in einer anderen Abteilung ebenfalls ein neues Angebot vor.

Dass in der heutigen Zeit ein Sportverein eine neue Abteilung aufmacht, kommt nicht so häufig vor. Dass dort dann statt einer hippen Trendsportart dem Brauchtum gepflegt wird, wohl noch seltener. Der FSV Inningen ist seit wenigen Tagen um eine Schafkopf-Abteilung reicher. Und die Kartenspieler dort sind nicht etwa nur die Senioren des Vereins, sondern viele junge, sportliche Mitglieder. Wie es dazu kam – und was es sonst noch Neues gibt.

Schafkopf sei beim FSV Inningen schon immer gern gespielt worden, berichtet Mitinitiator und Abteilungsleiter Stefan Bellan. Als Pausenfüller zwischen den Spielen und Trainingseinheiten setzten sich vor allem die Fußballer gerne auf eine Runde Karten zusammen. Der 29-Jährige ist Finanzbeamter und in seiner Freizeit gerne sportlich aktiv. „Das Faszinierende am Schafkopf ist für mich, dass es hohe Konzentration erfordert und so viele Variationen möglich sind“, sagt er.

Gibt es beim FSV Inningen bald ein Preisschafkopfen?

Obwohl 32 Karten im Spiel sind, sei es kein Glücksspiel. „Um erfolgreich zu sein, muss man genau mitzählen und darauf achten, was schon gespielt wurde“, so Bellan. Auch der gesellige Aspekt sei nicht zu verachten. „Man muss sich nicht kennen – vier Menschen setzen sich zusammen und haben eine gute Zeit.“

Dass man jetzt eine eigene Abteilung gegründet hat, liege an dem Wunsch, auch im Ligabetrieb mitzumischen. „Wir waren im vergangenen Jahr auf einem Turnier und haben festgestellt, wie viel Spaß das macht“, berichtet Bellan. Man hoffe, schon bald Preisschafkopfen oder sogar eine eigene Vereinsmeisterschaft ausrichten zu können.

Bis es mit dem regelmäßigen Spielbetrieb losgeht, dauert es noch ein wenig – coronabedingt. Die Auftaktveranstaltung der Schafkopfabteilung soll am 9. Oktober im Sportheim Inningen stattfinden. Nicht nur Profis sollen sich angesprochen fühlen, betont Stefan Bellan. Auch Anfänger, die das Spiel erst noch kennenlernen wollten, seien willkommen und werden von den Vereinsmitgliedern in die Kunst des Schafkopfens eingeweiht.

E-Sports in Inningen: Fußball spielen daheim am Computer

Ganz ohne Trendsport geht es auch beim FSV-Inningen aber nicht ab. Zeitgleich mit den Schafkopfern hat sich auch eine E-Sports-Abteilung gegründet. Dort werden vor allem Video-Sportspiele wie das Fußballspiel „ Fifa“ gespielt.

In der E-Sports-Abteilung des FSV Inningen wird unter anderem das Videospiel "Fifa" gespielt.
Bild: Scott Wilson/PA Wire, dpa (Symbolfoto)

In „Fifa“ nähmen die Spieler vom FSV Inningen bereits an der Bayernliga teil, sagt Abteilungsvorstand Dominik Walser. Die E-Sports-Abteilung habe den Vorteil, dass sie von Corona so gut wie gar nicht beeinträchtigt wird, weil die Spieler von zuhause am eigenen Computer über das Internet miteinander spielen können, so Walser. Langfristig sei aber auch ein Trainingsbetrieb im Sportheim vorgesehen.

Wer sich für Schafkopf, E-Sports oder ein anderes Angebot des FSV Inningen interessiert, findet Informationen online unter www.fsv-inningen.de.

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