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Augsburg

29.07.2019

Der Weg zum kostenlosen Nahverkehr im Zentrum ist frei

Augsburg wird am 1. Januar 2020 in der Kern-Innenstadt den Nahverkehr kostenlos machen. An den Plänen gibt es jedoch auch Kritik.
Bild: Silvio Wyszengrad

Augsburg wird ab dem Jahr 2020 in der Kern-Innenstadt den Nahverkehr kostenlos machen. An den Plänen gibt es jedoch auch Kritik.

Die so genannte City-Zone, also der kostenlose Nahverkehr in der Augsburger Kern-Innenstadt ab 2020, ist beschlossene Sache. Der Stadtrat beschloss mit fünf Gegenstimmen, das Gratis-Angebot mit Geltungsbereich von jeweils einer Haltestelle rund um Königsplatz/Moritzplatz einzuführen. Die jährlichen Kosten liegen bei 886000 Euro, wobei die Stadt Zuschüsse vom Land bekommt. Schon zum 1. August gibt es zudem Veränderungen, die unter anderem einige Stadtteile betreffen.

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Augsburg führt Gratis-Nahverkehr ein

Begründet wird die City-Zone als Maßnahme zur Luftreinhaltung, faktisch spielt aber auch eine Rolle, dass so die Verschlechterungen der Tarifreform für einen Teil der Gelegenheitsfahrgäste abgemildert werden sollen. Dementsprechend war die Kritik im Stadtrat an der City-Zone teils auch eine Kritik an der Tarifreform grundsätzlich.

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SPD-Fraktionschef Florian Freund mahnte etwa grundsätzliche Änderungen an der Tarifreform, die von der SPD vor zwei Jahren abgelehnt worden war, an. „Wir brauchen dringend eine Nachjustierung, denn die Pferdefüße werden immer sichtbarer.“ Bei der City-Zone stimmte die SPD aber mit. Matthias Lorentzen (Grüne) sprach sich klar für die City-Zone aus. „Auch andere Städte schauen schon, was bei uns geplant ist.“ Er sprach sich aber wie die SPD dafür aus, ein 365-Euro-Ticket ohne Sperrzeit einzuführen. Auch Claudia Eberle (Pro Augsburg) sprach diesen Punkt an.

Kritik an Plänen der Stadt Augsburg

Grundsatzkritik an der City-Zone kam unter anderem von Christian Pettinger (ÖDP). Er sprach von „Geldverschwendung“, denn die City-Zone mache den Nahverkehr für die meisten Nutzer nicht attraktiver. Alexander Süßmair (parteilos) sprach von einer „Schaufensteraktion“. „Ich sehe keinen Nutzen. Man gibt jetzt viel Geld aus, um einen Zustand wiederherzustellen, den es vorher auch gab.“ Markus Bayerbach bezeichnete die City-Zone als „Bonbon ohne Nährwert“. (skro)

Lesen Sie auch: Wo man mit dem Kurzstrecken-Ticket ab 1. August Geld sparen kann

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31.07.2019

Die Tarifreform hat Bus und Bahn fahren teurer, komplizierter und ungerechter gemacht. Alleine ein Blick auf die neue Karte mit den Kurzstreckenzonen in den Stadtteilen und der Gratiszone verdeutlicht, dass das auch künftig nicht wirklich besser wird. Obwohl ich als Innenstadtbewohner von der Gratiszone profitieren werde, wünsche ich mir, dass wir mehr Geld in den Nahverkehr investieren, das Angebot verbessern und die Preise senken. Das Mobil-Abo Premium kostet heute 25 % mehr als das alte Umwelt-Abo Plus, die wieder eingeführte Wochenkarte kostet 33 % mehr als 2017. Dabei darf es kein Tabu sein, wieder zur alten Regelung mit Zone 10 und 20 zurückzukehren. Ich frage mich, was daran eigentlich so falsch war.

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