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Augsburg

05.08.2014

Der neue Boss der Chefärzte weiß, was am Klinikum fehlt

Am Klinikum Augsburg gibt es einen neuen Ärztlichen Vorstand, Professor Michael Beyer.
Bild: Anne Wall

Der neue Ärztliche Vorstand am Klinikum, Professor Michael Beyer, sagt, woran es krankt im Großkrankenhaus. Und was jetzt zu tun ist.

Er genießt den Ruf eines Alphatiers, er sei ein Mediziner mit Ecken und Kanten. Einer, der zupackt. Das sagen sie im Klinikum Augsburg über Prof. Dr. Dr. Michael Beyer. Er wisse sich zu behaupten, heißt es weiter. Das Wissen von Beyer ist in den nächsten Monaten extrem gefragt. Denn der neue Ärztliche Vorstand am Klinikum soll die verfahrene Situation beruhigen. Beyer soll dazu beitragen, dass seine Chefarztkollegen ohne großes Murren mitziehen, wenn es um die Neuausrichtung des Klinikums geht.

Beyer wurde vom Verwaltungsrat als Nachfolger von Prof. Peter Schuff-Werner berufen. Drei Jahre soll Beyer auf alle Fälle Ärztlicher Vorstand sein. Schuff-Werner hatte aus familiären Überlegungen um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Verhältnis zwischen ihm und dem Vorstandsvorsitzenden Alexander Schmidtke belastet war. Schmidtke gilt als zupackend, Schuff-Werner wird im Nachhinein von seinem Umfeld eher als „Schöngeist“ beschrieben, der sich schwer tat, sich bei den rebellierenden Chefärzten durchzusetzen.

Beyer kommt aus dem Kreis der Chefärzte. Über ihn heißt es, dass er sich gegen Schmidtke zu behaupten wisse. Die beiden könnten miteinander, heißt es. Das hätten sie bereits bewiesen, als Beyer früher als Medizinischer Direktor tätig gewesen war. Schuff-Werner war Beyer gefolgt. Besonderheit: Während Schuff-Werner in Vollzeit als Ärztlicher Vorstand tätig war, vereinbart Beyer diese Funktion zudem mit seiner Tätigkeit als Chefarzt der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie.

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Die Zentrale Notaufnahme soll verbessert werden

In einem Interview mit unserer Zeitung bestätigt Beyer, „dass in einigen Bereichen Handlungsbedarf besteht“. Speziell aufgeführt wird von ihm die Zentrale Notaufnahme. Beyer ist für die gesamtmedizinische Situation am Klinikum zuständig. Er sagt: „Wir sind ein Krankenhaus mit der höchsten Versorgungsstufe.“ Medizinisch sei man dabei auf einem stabilen hohen Leistungsniveau.

Beyer: „Allerdings müssen wir organisatorische und prozessuale Verbesserungen einleiten. Die Zentrale Notaufnahme ist dabei wie jede unserer mehr als 27 Kliniken und Institute ein wichtiges Handlungsfeld, mit dem ich mich vorrangig beschäftigen werde. Von uns wird zu jeder Zeit die höchste Qualität der Patientenversorgung erwartet.“ Viele Verbesserungen würden auch für die Mitarbeiter zu Erleichterungen führen. Beyer: „Das ist kein kurzer, aber ein erfolgversprechender Weg.“

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