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Augsburg

03.08.2013

Die 18 Trinkbrunnen in der Stadt sind bundesweit Vorbild

Im Wittelsbacher Park spendet einer von 18 öffentlichen Trinkbrunnen in Augsburg kostenloses Wasser.
Bild: Anne Wall

Nicht nur an heißen Tagen spenden 18 öffentliche Trinkbrunnen in Augsburg kostenloses Wasser. Was vor drei Jahren begann, ist heute bundesweit ein Vorbild.

Augsburg hat es vorgemacht: auf einer Internetseite stellen die Stadtwerke seit drei Jahren alle Trinkbrunnen Augsburgs vor, zeichnen auf einer Karte den jeweiligen Standort ein, liefern zusätzlich einige Hintergrundinformationen.

"Viele Ortschaften und Städte sind unserem Beispiel gefolgt"

Davon berichtete Geschäftsführer Franz Otillinger bei einem Treffen des Bundesverbandes Energie- und Wasserwirtschaft. Nun gibt es auch eine bundesweite Seite, bei der Kommunen ihre Trinkbrunnen eintragen können. „Viele Ortschaften und Städte sind unserem Beispiel gefolgt. Inzwischen kann man sich sogar eine Handy-App herunterladen, womit man deutschlandweit auch unterwegs erfährt, wo der nächste Trinkbrunnen ist“, so Roland Leuthe von den Stadtwerken. Und das nicht ohne Grund. So habe sich die Einstellung der Bürger zum Trinkwasser geändert, habe er festgestellt. „Das Thema ist wieder in das Bewusstsein gerückt – nicht zuletzt durch die europaweite Petition gegen die Wasserprivatisierung“, sagt Leuthe.

Hätten viele Menschen früher in seinen Augen abfällig vom Leitungswasser gesprochen, stehe heute das Trinkwasser im Vordergrund. Leuthe: „Nur weil es vergleichsweise günstig ist, muss es ja nicht schlecht sein.“ Das sehen viele Augsburger genauso und löschen lieber mit dem heimischen Trinkwasser ihren Durst als mit einem Mineralwasser aus der Flasche.

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Das geht auch unterwegs, und das vollkommen kostenlos. Wie etwa am venezianischen Wandbrunnen am Roten Tor. Ein baugleiches Modell steht an der Schwedenstiege. Beide stammen aus dem 16. Jahrhundert und wurden der Stadt 1950 vom Münchner Kunsthändler Lois Bernheimer geschenkt.

Gusseiserne Brunnen im Siebentischwald

Einige gusseiserne Trinkbrunnen, die um 1900 herum aufgestellt wurden, befinden sich im Siebentischwald. „Schon damals wurden die Trinkbrunnen gerne an Orten aufgestellt, die für Freizeitaktivitäten genutzt wurden. Das ist heute noch genauso.“ So wurde erst 2009 am Hochablass ein moderner Trinkbrunnen aufgestellt, der seither stark von Joggern, Radfahrern und Spaziergängern frequentiert wird. Es gibt aber auch andere bevorzugte Standorte: etwa in der Innenstadt. Erst dieses Jahr wurde im Zuge der Baumaßnahmen am Welserplatz der Trinkbrunnen erneuert, am Martin-Luther-Platz soll ein weiterer errichtet werden.

Manche werden an einen belebteren Ort umgesiedelt. „Derzeit befindet sich ein nicht funktionstüchtiger Trinkbrunnen am Stephingerberg. Der soll wiederhergestellt und an einem anderen Platz aufgestellt werden.“ Wo, will Roland Leuthe nicht verraten. Manche werden durch viel Eigeninitiative der Bürger errichtet. So konnte unter anderem am Inninger Dorfplatz und im Gögginger Park ein Brunnen aufgestellt werden, weil viele Menschen dafür spendeten.

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