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Bildung

30.08.2018

Die Augsburger Volkshochschule wird noch digitaler

Lernen vom und übers Internet: Die Volkshochschule Augsburg widmet sich im neuen Semester dem weltweiten Netz mit allen Vor- und Nachteilen.
Bild: Carmen Jaspersen

Neue Räume, neues Programm: Die Bildungseinrichtung hat ihre Herbst-Winter-Kurse vorgestellt. Schwerpunkt: das Internet.

Rund ein dutzend Trampoline sind neu in diesem Jahr. Es gibt einen Kurs zur Käseherstellung, einen Mädelsabend, fast 700 Sprachkurse (teils schon für Teilnehmer ab 3 Jahren), eine kostenlose Gesundheitswoche zum Kurs-Schnuppern kurz vor Semesterstart und: Alles rund ums Thema Digitalisierung.

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Das Angebot der Augsburger Volkshochschule ist breit gefächert. Von digitalen Sprachassistenten über die Bedienung von elektronischen Geräten bis hin zur 3-D-Brille im Sprachkurs. Das Schwerpunktthema an der Vhs im anstehenden Semester ist „Leben 4.0 – smarte neue Welt“. Dabei geht es um Chancen und Risiken der Digitalisierung, in Vorträgen, aber auch in praktischen Kursen.

Ein Teil der Kurse wird durch Online-Lernplattformen unterstützt, Texte und Hörbeispiele sollen den Unterricht im Seminarraum erweitern. Aber nicht ersetzen: „Unsere Kurse bringen Leute aus allen Schichten zusammen“, sagt Direktor Stefan Glocker. „Diesen Vorteil wollen wir nicht verschenken.“

Die Augsburger Volkshochschule wird noch digitaler

Spanisch lernen mit VR-Brillen

Nur einige kaufmännische Kurse werden allein online als „Webinar“ angeboten. Mit digitalen Inhalten experimentiere man derzeit. Ein Spanisch-Kurs nutzt zum Beispiel VR-Brillen, die virtuelle Realität darstellen können, sodass Teilnehmer virtuell eine Unterrichtsstunde lang ein spanisches Museum besuchen können.

Und auch ins Streaming will sich die Vhs vorwagen, ein Verfahren, bei dem Inhalte auf dem Computer über das Internet oder ein Netzwerk übertragen werden. Künftig könnten Vorträge auch digital daheim anzuschauen sein.

Das Semester wird von Eröffnungsvorträgen eingeleitet. Diese beschäftigen sich mit der Frage, was den perfekten Mensch im Überwachungsstaat ausmacht und welche Gefahren und Chancen im IT-Giganten China liegen. Abschließen soll das Semester ein Polit-Talk zur Frage, ob die Zeitung Zukunft in der digitalen Welt hat, geführt von AZ-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Die Maximilianstraße wurde aufgegeben

Die Vorträge und Kurse der Vhs sind anhaltend beliebt. Annähernd 50000 Menschen treffen sich dort im Jahr. Ein Teil der Kurse wird im kommenden Semester bereits in den neuen Räumlichkeiten stattfinden. Die Vhs am Willy-Brandt-Platz hat Zuwachs bekommen: Ein Stockwerk aus dem Nachbargebäude ersetzt künftig die Außenstelle in der Maxstraße. Diese wurde aufgegeben. Die neuen Räume sind größer, mit schnellem Internet und digitalen Tafeln ausgestattet und frisch renoviert. Noch fehlen zum Beispiel Vorhänge und Türschilder, bis zum Semesterstart soll aber alles fertig sein. Im Erdgeschoss wird derzeit noch gebaut, dort liegt Staub in der Luft. Im November will die Sparkasse einziehen.

Der neue Themenschwerpunkt Digitalisierung hat sich dabei bereits bei den Umbauarbeiten der neuen Räume niedergeschlagen. Die für die Türschlösser geplanten Abdeckungen waren nicht mehr zu kaufen, erzählt Stefan Glocker: „Der Dozent für 3-D-Druck druckte sie dann kurzerhand selbst. Jetzt sind sie eben aus Plastik, passen aber perfekt.“

Das kostenlose Programm der Vhs liegt in Apotheken, Banken und Buchhandlungen aus. Semesterstart ist am 24. September, Anmeldungen sind schon jetzt oder auch das ganze Semester lang möglich.

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