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17.05.2015

Die Außengastronomie ist wichtig für die Augsburger Innenstadt

Außengastronomie belebt die Innenstadt. Doch auch Anwohner müssen geschützt werden. Deshalb herrscht ein Kneipenstopp südlich des Herkulesbrunnen.
Bild: Anne Wall, Archiv

Wirte drängen mit Tischen und Stühlen ins Freie. Damit sorgen sie für ein Straßenflair, das zum Reiz Augsburgs gehört. Doch der Spaß ist nicht grenzenlos.

Geschäfte schließen, es folgt ein Umbau und dann öffnet statt eines Ladens ein Gastronomiebetrieb. Dieser Trend ist in der Maximilianstraße zu beobachten und auch rund um den Rathausplatz. Die Entwicklung gefällt nicht jedem.

Gastronomie verleiht Augsburg mediterranes Flair

Anwohner fürchten um ihre Ruhe, andere Kritiker sorgen sich um den gesunden Mix an Läden und Lokalen, der sich stark zugunsten der Gastronomie verändere. Für sie hat „Partymeile“ einen negativen Klang. Das positive Augsburger Lebensgefühl aber, von dem seit einiger Zeit anerkennend die Rede ist, hat viel mit dem gewachsenen gastronomischen Angebot zu tun – und ganz besonders mit der Zunahme an Außenbewirtung.

Wer viele Jahre nicht in der Stadt war, gerät nach der Rückkehr wahrscheinlich ins Staunen. Die vielen Straßencafés, die heute das Bild bestimmen, geben der Stadt ein mediterranes Flair. Augsburg genießt seinen Ruf als nördlichste Stadt Italiens in der warmen Jahreszeit nicht ohne Grund. Und es ist die Außengastronomie, die einen großen Anteil an der Belebung der Innenstadt hat. Zusammen mit attraktiven Einzelhandelsgeschäften lockt sie Menschen an, die den Augsburg-Besuch mit dieser Art von Erlebnis verbinden – und es so auch erwarten. Drei neue Lokale eröffnen bald in der Innenstadt

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Kneipenstopp für die südliche Maximilianstraße

Ein gutes Beispiel für Erlebniswert, wie ihn sich viele wünschen, ist die Maximilianstraße, die mit der Sanierung nicht nur breitere Gehwege bekommen hat, sondern auch viele zusätzliche Tische und Stühle im Freien. Diese Veränderung ist ein Gewinn für den Boulevard, dessen Ruf als Augsburgs beliebteste Flaniermeile damit nachhaltig gefestigt wurde. Für viele Menschen gehört der regelmäßige Besuch der Maxstraße zum Lebensgefühl einfach dazu. Gleichzeitig bildet sich hier aber auch ein Konfliktpotenzial, wenn die Balance zwischen Erwartungen und Wünschen von Besuchern und den berechtigten Interessen von Anwohnern verloren geht.

Die Politik hat sich deshalb auf einen Bebauungsplan mit unterschiedlichen Vorgaben verständigt. Für den südlichen Teil der Maximilianstraße im Bereich des Ulrichsplatzes gilt ein Kneipenstopp. Hier sollen keine neuen Lokale aufmachen, für die vorhandenen gibt es aber Bestandsschutz. Im mittleren Bereich, also im Gebiet um den Herkulesbrunnen, hängt die Genehmigung neuer Lokale von einer Einzelfallprüfung ab. Probleme bekam dort im vorigen Jahr der als Partylocation genutzte Fuggerkeller, nachdem sich Gäste des benachbarten Hotels „Drei Mohren“ über nächtlichen Lärm beschwerten.

Geht es nach den politischen Vorgaben, hat hochwertige Gastronomie in der Maximilianstraße Vorfahrt. Nicht erwünscht sind zusätzliche Vergnügungsstätten wie Clubs und Diskotheken. Das gilt auch für den Standort Moritzplatz. Demnächst gibt es eine Neueröffnung, und möglicherweise ist es nicht das letzte neue Lokal, das dort aufmacht.

Gute Kombination aus Einzelhandel und Gastronomie

Denn auch in ein Sanierungsobjekt neben dem „Sausalitos“ könnte Gastronomie einziehen. Der Moritzplatz hat sich zu einem beliebten Ort der Freiluftgastronomie entwickelt. Nach der Sanierung der Gehwege durften im südlichen Teil der Maxstraße Restaurants ihre Außenbestuhlung erweitern, was Straßenbild und Atmosphäre nicht geschadet hat. Auch das „Dragone“, das heuer in der benachbarten Wintergasse sein 40-jähriges Jubiläum feiert und zu den ältesten „Italienern“ in der Stadt zählt, darf endlich ein paar Tische nach draußen stellen.

Wie die Außengastronomie für belebende Wirkung sorgen kann, lässt sich auch in der Philippine-Welser-Straße beobachten. Ein attraktiver Ladenmix und die Gastronomie im Freien verleihen der sanierten Gasse, die noch vor einigen Jahren ein Schattendasein führte, ein ganz besonderes Flair.

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