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Augsburg

17.12.2020

Die Bahn übernimmt das Kommando beim Containerbahnhof nördlich von Augsburg

Das Luftbild zeigt das Industriegebiet im Güterverkehrszentrum.
Bild: Marcus Merk (Archivbild)

Plus Der Containerbahnhof im Städtedreieck Augsburg, Neusäß und Gersthofen lässt schon lange auf sich warten. Welche Erwartungen damit verknüpft sind.

Der Bau eines Container-Umschlagbahnhofs im Güterverkehrszentrum (GVZ) zwischen Augsburg, Neusäß und Gersthofen ist ein Projekt, über das seit Jahren diskutiert wird. Detaillierte Planungen gibt es. Wann der Bahnhof in Betrieb geht, ist aber weiterhin offen. Er soll die jetzige Anlage im Augsburger Stadtteil Oberhausen ersetzen, die zu klein ist. Nun wird das Projekt offenbar mit mehr Zug vorangetrieben. Es gibt einen Wechsel an der Führung. Die DB Netz AG hat Planung und Bau des Containerbahnhofs übernommen. Die Terminal-Investitionsgesellschaft Augsburg (TIA) mbH ist aufgelöst.

Die TIA bestand aus der Bahn-Tochter Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (Duss) und der Augsburger Localbahn. Die Duss bleibt bei der weiteren Umsetzung des Projekts, dessen Finanzierung im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegt, aber im Rennen. Sie werde den späteren Betrieb übernehmen. Für den Umschlag von Containern, Wechselbrücken und Sattelaufliegern im Kombinierten Verkehr ist derzeit eine Anlage mit zwei Portalkränen und 700 Meter kranbarer Länge geplant. Der Bahnhof verzahnt Straße und Schiene.

Viele Unternehmen haben sich beim geplanten Containerbahnhof angesiedelt

Parallel zur Planung des Containerbahnhofs treibt das GVZ Region Augsburg auf 85.000 Quadratmetern die Entwicklungen im Servicepark Intermodal voran. Zahlreiche Speditionsunternehmen haben sich auf dem Areal in den zurückliegenden Jahren angesiedelt. Ralf Schmidtmann, Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH der Städte Augsburg, Gersthofen und Neusäß, spricht von einem weiterhin großen Interesse: "Das zeigt, wie reif die Zeit für ein neues Angebot im Kombinierten Verkehr ist." Der Einstieg der DB Netz sei ein wichtiges Signal. Aktuell sind 15 Unternehmen angesiedelt. Von rund 52 Hektar Nutzfläche für Logistikdienstleister und logistikaffine Serviceunternehmen sind noch rund 37.000 Quadratmeter verfügbar.

Der neue Containerbahnhof lässt seit Jahren auf sich warten. Das Genehmigungsverfahren verzögerte sich und wurde dann im Jahr 2017 abgeschlossen. Damals war die Hoffnung, den Containerbahnhof 2020 in Betrieb nehmen zu können. Derzeit nennen die Verantwortlichen keine Jahreszahl für den angepeilten Start.

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