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Augsburg

13.01.2021

Die Baumallianz fordert neue Kastanien in der Rosenaustraße

Die Kastanienallee in der nördlichen Rosenaustraße soll trotz des Straßenbahnbaus erhalten bleiben. Das
Bild: Peter Fastl (Archivfoto)

Die Baumschützer sprechen sich dafür aus, die alte Allee unter besonderen Schutz zu stellen. "Verschwundene" Exemplare müssten ersetzt werden.

Aus Sicht der Augsburger Baumallianz ist es richtig, dass beim Bau der umstrittenen Straßenbahntrasse für die Linien 3 und 5 ab dem Bahnhofstunnel die Kastanienallee in der nördlichen Rosenaustraße erhalten bleiben soll. Die Initiative fordert in einem Schreiben an Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) jedoch weitere Verbesserungen.

Baumallianz Augsburg sagt: 44 Bäume sind verschwunden

Die das Stadtbild prägende Kastanienallee müsse unter besonderen Alleen-Schutz gestellt werden, so Susanne Altmann von der Baumallianz. Wegen der voraussichtlichen Lebenserwartung der alten Bäume von weiteren 30 Jahren und mehr müsse die Stadt auch alles unternehmen, diesen Bestand so lange wie möglich zu erhalten. Die klimarelevante Leistungsfähigkeit der alten Kastanien hinsichtlich der Bindung von Kohlendioxid, der Kühlung des Umfelds durch Verdunstung, Beschattung und als Lebensraum für Tiere könne durch Nachpflanzungen über Jahrzehnte hinweg nicht kompensiert werden.

Nach dem Willen der SPD soll die geplante Linie 5 durch die Rosenaustraße fahren.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archivfoto)

Die Baumallianz verweist außerdem darauf, dass in den vergangenen Jahren 44 Bäume in der Rosenaustraße "verschwunden" seien. Besonders im südlichen Teil der Rosenaustraße gebe es dringenden Bedarf, junge Bäume nachzupflanzen, um den ursprünglichen Charakter der Allee wieder herzustellen. In diesem Teil sollen künftig aber auch Arbeiten für die neue Straßenbahn laufen.

Lücken sollten mit jungen Bäumen gefüllt werden

"Uns ist bewusst, dass eine finale Entscheidung der Regierung von Schwaben, was die Planfeststellung angeht, abgewartet werden muss", so Altmann weiter. Diese würde aber nur den Bereich der Rosenaustraße zwischen Sebastian-Buchegger-Platz und Kreuzung Rosenaustraße/Holzbachstraße betreffen. Deshalb könne sofort mit Nachpflanzungen im Bereich zwischen der Kreuzung Thelottstraße/Rosenaustraße und Sebastian-Buchegger-Platz begonnen werden.

Sobald Klarheit über den endgültigen Trassenverlauf der Linie 3 und 5 besteht, könnten aus Sicht der Baumallianz die Nachpflanzungen in Richtung Norden fortgesetzt werden. Darüber hinaus müsse das Straßenbegleitgrün besser gepflegt und geschützt werden. Der derzeitige Zustand in der südlichen Rosenaustraße sei "erbärmlich". Als Folge der nach und nach verschwundenen Bäume seien Lücken entstanden, in denen immer mehr Autos und Lieferwagen parken, Mülltonnen abgestellt werden und unbenutzte Verkehrsschilder sowie Müll jeder Art herumliegen.

Die Stadtwerke haben nach dem Stadtratsbeschluss zur Trassierung der Straßenbahnlinie 5 bei der Regierung von Schwaben 30 Aktenordner mit Planunterlagen eingereicht. Wie lange das Genehmigungsverfahren, auch Planfeststellung genannt, dauern wird, ist unklar. Die Stadtwerke rechnen mit zwei Jahren, auch wenn es nur um den ersten Abschnitt zwischen Bahnhofstunnel und Ackermann-Straße geht. Aus dem Kreis einer Bürgerinitiative wurde eine mögliche Klage angekündigt. (eva)

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