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Landtagswahl

24.07.2017

Die CSU hat die Nachfolge für Augsburg-Ost geregelt

Andreas Jäckel ist der neue Direktkandidat der CSU für den Augsburger Osten.
Bild: Peter Fastl, AZ

Andreas Jäckel wird als Nachfolger von Bernd Kränzle für die CSU-Direktkandidatur des Stimmkreises Augsburg-Ost bestimmt. Um die angeblichen Abweichler herrscht weiter Rätselraten.

Bei der CSU im Augsburger Osten gab es am Montagabend eine Stabübergabe: Die Partei stellte Andreas Jäckel mit 78 von 82 Stimmen zum Direktkandidaten für den Stimmkreis Augsburg-Ost auf. Jäckel folgt auf Bernd Kränzle, der seit 1990 im Landtag sitzt. Kränzle, 74, hatte im Frühjahr überraschend seinen Verzicht auf die Kandidatur bekannt gegeben und eine Empfehlung für den 52-jährigen Jäckel ausgesprochen. Es gelte, den Blick nach vorne zu richten, so Kränzle, der gleichwohl hofft, über einen guten Listenplatz kommendes Jahr nochmal in den Landtag einzuziehen. Über die CSU-Liste wird erst zum Jahresende entschieden.

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Jäckel skizziert sein Programm für den Fall einer erfolgreichen Wahl

Die parteiinterne Wahl hat aller Wahrscheinlichkeit nach auch Auswirkungen auf die Landtagswahl, weil die Direktmandate (Erststimme) in Augsburg so gut wie sicher an die CSU-Kandidaten gehen und die Augsburger Kandidaten der anderen Parteien über einen Platz auf der Liste der Partei (Zweitstimme) den Sprung ins Parlament schaffen.

Neben der Sicherheitspolitik kündigte Jäckel an, sich im Falle einer Wahl dem Thema Infrastruktur widmen zu wollen. Angesichts des Zuzugs aus Deutschland in die Region müsse Bayern aufpassen, „nicht am eigenen Erfolg zu scheitern“. Es gehe um Bahnverbindungen, die Kapazität der A8, aber auch um Flächenversiegelung und Gebäudehöhen.

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Im Augsburger Westen war Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger bereits vergangene Woche mit 81 von 84 Stimmen zum Direktkandidaten der CSU im dortigen Stimmkreis bestimmt worden.

Die Gerüchteküche um Rainer Schaal und Thorsten Große brodelt

Was die Wechselgerüchte der CSU-Stadträte Rainer Schaal und Thorsten Große zur FDP betrifft, herrscht indessen weiter Rätselraten auch in der CSU. Beide Stadträte meldeten sich auch am Montag nicht zu Wort.

Klar ist, dass Große, sollte er in der Politik bleiben wollen, bei der CSU wohl nicht mehr ohne weiteres mit einem vorderen Listenplatz bei der nächsten Stadtratswahl zu rechnen hätte. Große hat wie berichtet den Vorsitz im Innenstadt-Ortsverband aufgegeben und dies mit dem Stil von Kreischef Leo Dietz begründet. Dietz hatte durch Taktieren verhindert, dass Große als Delegierter des Innenstadt-Verbandes zur Vorstandswahl der Stadt-CSU am  Mittwochabend geschickt wird. Schaal fällt seit drei Jahren, als er als Umweltreferent abgelöst wurde, im Stadtrat immer wieder durch kritische Wortmeldungen auch gegen die Stadtregierung auf.

Allerdings scheint es seitens der FDP, mit der es bisher aber noch keine Gespräche gab, Vorbehalte zu geben. Aus der politischen Gerüchteküche wurde gestern eine andere Variante kolportiert. Demnach könnten Schaal und Große auch versuchen, bei der CSM unterzukommen, wobei es auch in der Wählergruppierung Vorbehalte dagegen zu geben scheint.

Die Zukunft der CSM ist aktuell unklar – nach der Rückkehr der Stadträte Dimitrios Tsantilas und Rolf Rieblinger zur CSU hospitiert die verbliebene Stadträtin Claudia Eberle bei Pro Augsburg. Ob die CSM so weitermacht wie bisher, mit Pro Augsburg fusioniert oder sich auflöst, ist unklar. Möglicherweise wird es schon in den kommenden Tagen mehr Klarheit geben.

Die CSM hatte sich 2011 von der CSU abgespalten, nachdem es dort intern massive auch persönliche Streitereien gab. Arriviertere CSU-Politiker störten sich damals am Auftreten einiger jüngerer CSU-Stadträte, zu denen damals übrigens auch Große gehörte.

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