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Die Corona-Krise lässt die Theaterkosten noch stärker spüren

Kommentar Von Stefan Krog
18.08.2020

Plus Bisher waren weder Corona-Krise noch die Theater-Mehrkosten greifbar. Das sieht nun anders aus. Und womöglich ist das noch nicht das Ende vom Lied.

Die nun von der Stadtregierung vorgelegte Liste mit Projektverschiebungen kommt nicht überraschend: Als Oberbürgermeisterin Eva Weber im Juni einen Kassensturz machte, kündigte sie schon an, dass noch eine Zusammenstellung mit Projekten kommen werde, die auf die lange Bank geschoben werden müssen. Insofern ist die Kritik der Sozialfraktion auf der einen Seite nicht zutreffend. Dass Einsparungen nötig werden, war schon länger klar. Sie haben nun aber ein Gesicht bekommen. Auf der anderen Seite weist die Sozialfraktion auf einen richtigen Punkt hin: Die Theatersanierung wird die Stadt in den Jahren bis 2037 jährlich um die 6,5 Millionen Euro kosten. Zu den bisher veranschlagten jährlich 3,85 Millionen Euro kommen jetzt noch rund 2,7 Millionen Euro aufgrund der Verteuerung hinzu.

Geld für das Theater wird Augsburg an anderer Stelle fehlen

Das ist angesichts des Gesamthaushaltsvolumens von einer Milliarde Euro nicht viel – und angesichts des tatsächlich frei verfügbaren Geldes für Projekte eine sehr beachtliche Summe. Dieses Geld wird für andere Dinge fehlen. In Zeiten von Einnahmerückgängen durch Corona gilt das umso mehr.

Die Sanierung von Augsburgs Theater verursacht beträchtliche Kosten. Gleichzeitig brechen der Stadt durch Corona Einnahmequellen weg.
Bild: Klaus Rainer Krieger (Archiv)
 

Die finanziellen Lasten der Theatersanierung haben bisher die breite Bevölkerung nicht groß interessiert, siehe gescheitertes Bürgerbegehren. Sie waren zu abstrakt. Das könnte sich ändern, wenn das Geld überall knapp wird, zumal eine weitere Kostensteigerung bei der Sanierung des Großen Hauses nicht auszuschließen ist. Dann käme die Regierung in Erklärungsnot – nicht wegen der Sanierung an sich, sondern wegen des Umgangs mit den von Anfang an absehbaren Verteuerungen.

Lesen Sie den dazugehörigen Artikel: Augsburg fehlt wegen Corona das Geld: Bei diesen Projekten soll gespart werden

Lesen Sie dazu auch: 100 Tage im Amt: Wie schlägt sich Eva Weber?

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