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Die Grünen in Augsburg haben gewonnen und verloren zugleich

Die Grünen in Augsburg haben gewonnen und verloren zugleich
Kommentar Von Nicole Prestle
15.03.2020

Plus Eva Weber (CSU) und Dirk Wurm (SPD) gehen in Augsburg in die Stichwahl. Martina Wild dagegen konnte vom Aufschwung der Grünen nicht profitieren. Ein Kommentar.

Der Wahlkampf in Augsburg geht weiter: Eva Weber (CSU) wird im Rennen um den OB-Sessel in zwei Wochen gegen Dirk Wurm (SPD) antreten. Bis zuletzt hatte er sich mit Grünen-Kandidatin Martina Wild ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Einzug in die Stichwahl geliefert. Am Ende entschieden nur knapp 300 Stimmen.

Kommunalwahl 2020: SPD auch in Augsburg weiter im Sinkflug

Noch ist nur die OB-Wahl ausgezählt. Für den Stadtrat gab es am Sonntagabend aber einen ersten Trend – und der zeigt, dass die OB-Wahl auch in einer Großstadt viel stärker von Personen als von deren Parteizugehörigkeit abhängt. Eva Weber hat als CSU-Kandidatin ein besseres Ergebnis eingefahren als ihre Partei, dasselbe gilt für Dirk Wurm und seine SPD, die auch in Augsburg weiter im Sinkflug ist. Martina Wild dagegen konnte vom Aufschwung der Grünen nicht profitieren: Als Kandidatin blieb sie mit 18,5 Prozent hinter den Erwartungen zurück, während ihre Partei im neuen Stadtrat nach ersten Hochrechnungen stark vertreten sein wird.

Martina Wild mit Dirk Wurm.
Bild: Peter Fastl

Was die Favoriten im Rennen um den OB-Sessel betrifft, dürfte die Enttäuschung für Wild am größten sein. Sie hatte sich große Chancen auf die Stichwahl ausgerechnet und insgeheim wohl auf ein besseres Abschneiden gehofft. Es rächt sich, dass die Grünen für die drittgrößte bayerische Stadt nicht auf einen populären Kandidaten von außen gesetzt haben. Doch nun heißt es, auf die nächsten sechs Jahre zu schauen: Die Grünen könnten zweitstärkste Fraktion im Stadtrat werden – und Wild Referentin. Auch so ließe sich gut mitregieren.

Augsburg hat gewählt: Eva Weber (CSU), Dirk Wurm (SPD) und Martina Wild (Die Grünen) über ihre Ergebnisse bei der Kommunalwahl 2020.
Video: Ina Marks und Jörg Heinzle

Wahl in Augsburg: 43,1 Prozent für CSU-Kandidatin Eva Weber

13 Kandidaten im Rennen um den OB-Sessel – Eva Weber konnte die große Zahl an Herausforderungen nicht viel anhaben. Mit dem Bonus der Bürgermeisterin und starker Unterstützung des noch amtierenden OB Kurt Gribl kletterte sie auf 43,1 Prozent. Ein mehr als respektables Ergebnis, das unter anderem darauf schließen lässt, dass die Augsburger mit der Entwicklung der vergangenen sechs Jahre nicht allzu unzufrieden gewesen sein können. Eine weitere, positive Auswirkung: Mit 45,3 Prozent war die Wahlbeteiligung zwar immer noch sehr niedrig. Sie ist aber zum ersten Mal seit Langem wieder leicht gestiegen. Die vielen kleinen Gruppierungen, die in Augsburg einen neuen politischen Stil etablieren wollen, könnten dazu ihren Beitrag geleistet haben.

Alle Entwicklungen und Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 in Augsburg lesen Sie hier in unserem Live-Blog.

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16.03.2020

Neun der zehn kriminellsten Großstädte Deutschlands haben einen roten oder grünen Oberbürgermeister. Das ist keine Meinung sondern eine Tatsache, die jeder googeln kann. Vielleicht ist das Wahlergebnis, auch im Rest von Bayern, nicht ganz ungerechtfertigt.

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