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Festival

11.06.2015

Die Jugend soll sich bewegen

Die „Moving Stories“ bieten acht Tage lang ein Programm, das vom Flashmob bis zum Tanztheaterstück reicht

„Moving Stories“ lautet der Titel des Festivals für jungen Tanz, das der Verein „Tanz und Schule“ zum dritten Mal in Augsburg veranstaltet. Acht Tage wird es „Moving Stories“ in doppelter Bedeutung geben: als Tanz zum Anschauen und als Tanz zum Mitmachen. Das Spektrum reicht von einem Flashmob auf dem Rathausplatz bis zu einer Tanztheatergeschichte für alle ab vier Jahren im Abraxas. „Die Grundidee ist es, viele Kinder und Jugendliche mit zeitgenössischem Tanz in Kontakt zu bringen“, erzählen die Veranstalterinnen Sonja Paffrath und Carina John.

Zum Auftakt am Samstag, 13. Juni, präsentieren Paffrath und John mit weiteren Tänzerinnen des Labels Tanzweberei ihre Fassung von Anne Teresa de Keersmaekers Choreografie „Rosas“ am Königsplatz (16 Uhr). „RE: Rosas“ entstand, nachdem Popstar Beyoncé Knowles für ein Musikvideo Bewegungen von Anne Teresa de Keersmaekers geklaut hatte. Die Belgierin reagierte offensiv und rief dazu auf, überall auf der Welt ihre Choreografie nachzutanzen und ihr die Videos zu schicken – was auch die Tänzerinnen der Tanzweberei taten.

Aus der körperlichen Kreativität etwas gemeinsam entwickeln

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Wie „Rosas Reloaded“, getanzt von über 200 Schülerinnen aus fünf Augsburger Schulen, aussieht, ist am Dienstag, 16. Juni, auf dem Rathausplatz zu sehen (um 15 Uhr). Am 18. Juni folgt bei „Kids on Stage“ im Kulturhaus Abraxas eine Schau all dessen, was Tanz und Schule mit Kindern und Jugendlichen erarbeiten (um 16 Uhr).

„Wir unterrichten keine Techniken“, beschreibt Carina John den Ansatz von Tanz und Schule, „uns geht es darum, Kinder in Bewegung zu bringen und aus ihrer körperlichen Kreativität heraus gemeinsam etwas zu entwickeln.“ „Tanzen hat mit Rhythmus, Musikalität und Raum zu tun“, erzählt Sonja Paffrath. „Es ist heute eine Herausforderung, Kinder ihren Körper überhaupt mal in Ruhe erleben zu lassen oder in Zeitlupe – und dann in Power zu wechseln, ohne zu überdrehen. Kinder sind manchmal extrem angespannt und gleichzeitig körperlich schlapp. Insofern verstehen wir unsere Arbeit auch als Gesundheitsprävention.“

Dass man mit Tanz auch Geschichten erzählen kann, von Konkretem wie Tieren und von Abstraktem wie Fremdsein und Freundschaft, zeigen zum Abschluss zwei Aufführungen des Tanztheaterstücks „Giraffensicht“ im Abraxas, am 17. Juni für Kindergärten und Grundschulen, am 21. Juni für alle.

Das komplette Programm steht im Internet auf der Seite www.tanz-und-schule-augsburg.de. Die Flashmobs sind kostenfrei, Karten für die Aufführungen gibt es im Kulturhaus Abraxas unter 0821/324-6355.

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