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Augsburg

15.03.2020

Die Kita in der Schwimmschulstraße ist fertig

Der Bau der Kita Schwimmschulstraße hat länger gedauert als ursprünglich geplant.

Plus Die neue Einrichtung beim Plärrergelände bietet Platz für 137 Kinder. Warum sich die Fertigstellung des 4,8 Millionen Euro teuren Baus verzögert hat.

Wer die neue Kindertagesstätte in der Schwimmschulstraße betritt, kann den frischverlegten Boden und die Holzwände riechen. In der neuen Einrichtung werden seit einigen Tagen 25 Mädchen und Buben im Kindergartenalter betreut. In den kommenden Monaten füllen sich die Räume sukzessive: Der Neubau, der 4,8 Millionen Euro kostete, bietet insgesamt 100 Kindergarten-, 25 Hort- und 12 Krippenplätze. „Weil die Kita St. Anna auf dem Diako-Gelände in der Frölichstraße vor einigen Jahren schließen musste, plante die Stadt, eine neue Kindertagesstätte im Stadtjägerviertel zu bauen. Beim Plärrerbad fanden wir dann einen guten Platz dafür“, sagt Hermann Köhler, der städtische Bildungsreferent. Der Standort nahe dem Plärrergelände ist aus seiner Sicht ideal: „Er ist sehr ruhig, nah an der Innenstadt gelegen und für die Eltern mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.“

Schwimmschulstraße: Altlasten mussten entsorgt werden

Der Bau dauerte allerdings 20 Monate und damit fast ein Dreivierteljahr länger als geplant. Es kam immer wieder zu Verzögerungen, unter anderem wegen der Entsorgung von Altlasten. Denn genau dort, wo die Kindertageseinrichtung heute steht, befand sich früher einmal ein Schwimmbecken. „Der Beton musste verbrannt werden und es gab nur eine einzige Firma in Bayern, die diese Altlasten entsorgen konnte“, sagt Eva Hermanns, Leiterin der städtischen Kitas.

Die Kinder, die zu den Pionieren in der Schwimmschulstraße zählen, fanden in der städtischen Kita Reischlestraße ein Übergangsdomizil. Von dort aus konnten sie die Fertigstellung ihrer Einrichtung auf ihre Weise begleiten: „Beim Spatenstich durften die Kinder etwas Erde heben und beim Umzug haben sie ein paar Spielsachen mit dem Bollerwagen zum neuen Haus geschoben“, berichtet Milada Rudzinski, Leiterin der Kita Schwimmschulstraße.

Die Kita in der Schwimmschulstraße ist fertig

Kinder haben Ausblick aufs Freibad

Eltern und Kinder seien von der neuen Einrichtung sehr angetan, sagt sie. „Oben im zweiten Stock befinden sich große Fenster, mit Ausblick auf das Freibad. Die Kinder haben gejubelt, als sie das gesehen haben“, sagt Rudzinski.

Leiterin Milada Rudzinski freut sich mit den Kindern, dass die Kita Schwimmschulstraße in Betrieb ist.

Die neue Kindertageseinrichtung hat eine klare räumliche Struktur erhalten: Im Erdgeschoss befinden sich die Garderoben und Räumlichkeiten für die Kleinkinder im Alter zwischen null und drei Jahren. Im ersten Stock sind die Kindergartenkinder und das Bistro untergebracht und im zweiten Stock können Hortkinder ihre Hausaufgaben nach der Schule machen und spielen.

Das Architekturbüro Frech & Mair entwarf den zweiten Stock des Holzhauses nach dem „offenen Kindergartenkonzept“.

Das heißt, dass die Räume dort nach Themen und Lernwerkstätten gestaltet sind: „Da gibt es ein Atelier zum Malen oder ein Rollenspielraum zum Puppenspielen. Jedes Kind kann sich nach Lust und Laune in allen Zimmern frei bewegen“, berichtet die Leiterin des neuen Kinderhauses.

Außenanlage der Kita Schwimmschulstraße sind noch nicht fertig

Jetzt müssen nur noch die Außenanlagen fertig werden. Es fehlen noch der Garten, die Terrasse und die Parkplätze. Bis zum Sommer soll alles erledigt sein. „Im Moment können die Kleinen draußen Bob der Baumeister spielen“, sagt Bildungsreferent Köhler und lacht.

Lesen Sie dazu auch: Das große Bangen um einen Kita-Platz in Augsburg

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