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19.03.2019

Die Körperwelten werden tierisch

Im saarländischen Neunkirchen starb einst die Elefantenkuh Samba. Nun ist sie bald als Plastinat in Ulm zu sehen.
Bild: Körperwelten

40000 Besucher bereits. Gunter von Hagens’ plastinierte Menschenleichen werden im Mai gegen Elefant und Co. ausgetauscht

Nach der Körperwelten-Ausstellung mit menschlichen Leichen kommen jetzt die Körperwelten der Tiere in das Blautalcenter nach Ulm. Noch bis 5. Mai sind die menschlichen Körperwelten zu sehen, die nach Angaben der Veranstalter bereits 40000 lebende Menschen besuchten. Drei Wochen später, ab dem 28. Mai, werden Tiere die plastinierten Menschenkörper ersetzen. Auf über 1000 Quadratmetern verspricht der Veranstalter eine anatomische Safari mit mehr als 100 Exponaten, darunter große Ganzkörper-Plastinate von Elefant und Co. sowie eine Vielzahl von Einzelpräparaten, Scheiben- und Organplastinaten.

Absoluter Höhepunkt unter den Giganten aus Steppe, Urwald und Ozean ist wohl die Elefantenkuh „Samba“. Mit einer Länge von sechs Metern und einer Höhe von 3,50 Metern das gewaltigste Lebewesen, das je plastiniert wurde. 64000 Arbeitsstunden, vier Tonnen Silikon und 40000 Liter Aceton benötigte das Team um Gunther von Hagens, um den Elefanten wiederauferstehen zu lassen.

Auch der Braunbär mit seiner stattlichen Größe von 2,50 Metern, der muskelbepackte Gorilla mit seinem mächtigen Oberkörper, einer unserer nächsten Verwandten, und die über fünf Meter hohe, dreidimensionale Scheiben-Giraffe werden Jung und Alt in Staunen versetzen. Fragen über Fragen werden beantwortet: Steckt im Frosch ein Skelett? Wie sieht das Gehirn einer Katze aus? Und was wiegt eigentlich ein Giraffenherz?

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Die Ausstellung gewährt zudem einzigartige Einblicke in Nervensystem, Knochenbau, Muskulatur und Organe unserer tierischen Verwandten. Hautnah erleben Besucher die enorme Vielfalt der tierischen Körper – eine erstaunliche Ingenieurleistung von Mutter Natur. In einem Land der Fleischesser dürfte die Körperwelten der Tiere weniger spalten als die menschliche Variante.

„Es ist absolut spannend, die anatomischen Besonderheiten, aber auch die vielen Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Tiergruppen im Vergleich zu sehen. Auch Tiere bestehen aus Haut, Fleisch und Knochen. Nicht nur unsere jüngeren Besucher werden von der hier gezeigten Perfektion des Innenlebens dieser Giganten begeistert sein“, wird Angelina Whalley, Kuratorin der Schau, zitiert. (az)

Eröffnung Die Körperwelten der Tiere werden am Dienstag, 28. Mai, eröffnet. Tickets gibt es zum Frühbucherpreis ab sofort unter reservix.com und bis 5. Mai an der Tageskasse bei Körperwelten im Blautalcenter.

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