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Augsburg

13.03.2019

Die Konditorenfamilie Schenk geht neue Wege

Gerhard Schenk stellt einige seiner süßen Neukreationen vor, die in dem vor kurzen eröffneten Laden in der Maximilianstraße verkauft werden.
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Gerhard Schenk stellt einige seiner süßen Neukreationen vor, die in dem vor kurzen eröffneten Laden in der Maximilianstraße verkauft werden.
Bild: Leif Atterdal

Das kürzlich eröffnete Geschäft in der Innenstadt lockt auch neue Kunden an. Bald können die Erzeugnisse in der Kriegshaber Produktionsstätte gekauft und verzehrt werden. Was sich am alten Standort in Pfersee tut.

Als Anfang Februar das Café Schenk an der Pferseer Luitpoldbrücke nach fast 50 Jahren geschlossen hat, waren viele Kunden traurig. Den Stammgästen fehlt seither ein Treffpunkt, andere Kunden vermissen den Laden, in dem sie Kuchen, Torten und Pralinen kauften.

Ein Schild an der Tür verrät, dass in einem Teil der Räume – und zwar zur Hessenbachstraße hin – Gastronomie weiterhin eine Rolle spielen wird. „Hier entsteht das Fresh Corner Augsburg“, steht darauf geschrieben. Angekündigt werden „gesundes Essen und Smoothies“. Der neue Pächter Marcel Heitvogt will im zweiten Quartal 2019 seine „frische Ecke“ eröffnen, „am liebsten am Feiertag 1. Mai“.

Schenk-Nachfolger setzt auf gesundes Essen

Der 28-Jährige, der aus Konstanz stammt, hat Sport und Betriebswirtschaft studiert und im Ausland Erfahrungen hinterm Herd gesammelt. Als Ernährungscoach kam er mit dem Thema gesundes Essen in Berührung. Frühstück, Brunch, Eierspeisen, saisonale Suppen sowie Wraps und Salate werden zum Angebot zählen – in veganen, vegetarischen und Fleisch-Variationen.

Heitvogt will an sechs Tagen pro Woche morgens öffnen und bis 17 oder 18 Uhr seine Gäste bewirten, bei schönem Wetter auch draußen. „Ich freue mich darauf, denn der Standort an der Wertach ist wunderschön.“ Seinen Vorgänger kennt der Junggastronom bereits, denn Gerhard Schenk führte im Auftrag des Immobilieneigentümers Gespräche mit potenziellen Pächtern. Dabei ging es auch darum, ob Heitvogt künftig Gebäck von Schenk servieren wolle. „Wenn das Angebot zu meinem Konzept passt, wäre das möglich“, sagt der Jungunternehmer. Beschlossen sei die Kooperation aber noch nicht. Unabhängig davon, ob die Schenks ihre langjährige Wirkungsstätte mit ihren Erzeugnissen beliefern, hat die Konditorenfamilie derzeit alle Hände voll zu tun.

Gerhard Schenk freut sich über neue Kunden

Die Aufgabe des Betriebs in Pfersee bedeutet für sie keineswegs ein Kürzertreten, sondern eine Neuausrichtung. Da ist zum einen das kurz vor Weihnachten in der Maximilianstraße in den Fuggerhäusern eröffnete kleine Geschäft, in dem vor allem Confiserie und Gebäck verkauft werden. In dem edlen Ambiente dominiert die Farbe Blau. Gerhard Schenk ist mit den ersten Monaten zufrieden. „Es ist sehr gut angelaufen, das Konzept scheint aufzugehen. Viele freuen sich, wieder einen inhabergeführten Laden vorzufinden.“ Zu treuen Gästen gesellten sich auch neue Kunden, darunter Touristen.

Wobei die aus Pfersee bekannten Kuchen und Torten in der Innenstadt nicht zu haben sind. Denn die Neuausrichtung ist für die Familie auch mit neuen Rezepten verbunden. „Wir wollen uns jetzt ein bisschen mehr ausleben“, sagt Gerhard Schenk und zeigt auf Tartletts, veganen Schoko-Birnen-Kuchen oder Croissants mit Himbeermus. Auch die Auswahl an Schokolode und Pralinen sowie Desserts ist größer geworden. Momentan sind die süßen Sünden allerdings nur für den Verkauf und Außer-Haus-Verzehr bestimmt. Bevor sich die Kunden an einem Stehtisch mit Kuchen und Espresso stärken dürfen, muss die Stadt noch die beantragte Nutzungsänderung genehmigen. Die Schenks residieren in Räumen, die bislang nicht gastronomisch genutzt wurden.

Ganz anders ist die Situation in der neuen Produktionsstätte in Kriegshaber. Im Gewerbehof an der Ulmer Straße wird gerade die ehemalige NCR-Kantine umgebaut. Ein Großteil des Mobiliars bleibt drin. „Wir mussten nur die Geräte austauschen“ freut sich Schenk. Besonders glücklich ist er über die großzügigen Kühlräume, denn das Bestell-Geschäft – angefangen von Firmenpräsenten bis zur Hochzeitstorte – habe stark zugenommen. Das wäre in Pfersee alles nicht mehr möglich gewesen.

Cafeteria und Produktion in Kriegshaber

Während in Kriegshaber die Produktion im kleinen Rahmen bereits angelaufen ist, müssen sich die Kunden noch etwas gedulden. Demnächst werde der Verkauf mit SB-Cafeteria aber eröffnen, verspricht Gerhard Schenk. Soviel sei verraten: die klassische Kuchentheke wird es dort nicht mehr geben.

Lesen Sie dazu auch: Das Café Schenk nimmt Abschied von Pfersee

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