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Augsburg

03.01.2018

Die Luft in Augsburg wird nur etwas besser

Der Stickoxid-Wert wurde in der Karlstraße im vergangenen Jahr wieder überschritten.
Bild: Anne Wall (Symbolfoto)

Neue Zahlen zu Schadstoffen in der Augsburger Luft: Der Stickoxid-Wert wurde in der Karlstraße 2017 wieder überschritten. Doch es gibt Hoffnung.

In Augsburg ist der Grenzwert für das gesundheitsschädliche Verbrennungsgas Stickstoffdioxid an der Messstation in der Karlstraße auch im vergangenen Jahr überschritten worden. Eine vorläufige Auswertung der Messdaten ergab einen Jahresdurchschnittswert von 44 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Erlaubt sind maximal 40 Mikrogramm.

Wie in den anderen bayerischen Großstädten mit zu hohen Werten gab es aber auch in Augsburg einen leichten Rückgang. Im Jahr 2016 wurden noch 46 Mikrogramm ermittelt. Auch an Messstationen in München, Nürnberg und Regensburg gab es einen Trend in dieser Größenordnung.

Woran liegt der Rückgang?

Das macht es unwahrscheinlich, dass der Rückgang allein an speziellen Augsburger Maßnahmen – im Juni 2016 war die Umweltzone verschärft und Autos mit gelber Plakette ausgesperrt worden – liegt. In Prognosen war ohnehin nur von einer Reduktion um weniger als zwei Prozent ausgegangen worden.

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Wie in anderen Städten dürfte auch die Verjüngung der Auto-Flotte, möglicherweise verstärkt durch Kaufanreize von Autoherstellern für neuere sauberere Diesel-Autos, eine Rolle gespielt haben. In den vergangenen Jahren ist der Stickstoffdioxidwert in Augsburg im Trend gesunken. 2015 gab es in der Karlstraße noch 49 Mikrogramm als Jahresmittelwert, 2009 waren es 57 Mikrogramm.

Intelligente Ampeln sollen helfen

Die Stadt ist momentan dabei, einen Generalplan zur Senkung der Stickoxidwerte zu entwickeln. Die Erstellung der Planung wird aus dem eine Milliarde schweren Fördertopf von Bundesregierung und Autoherstellern gefördert. Das Förderprogramm war nach dem Diesel-Skandal und den Diesel-Gipfeln in Berlin aufgelegt worden. Kommunen können sich damit unter anderem „intelligente Ampeln“ für Grüne Wellen, Elektromobilitäts-Programme oder P+R-Plätze fördern lassen. Ein endgültiges Konzept liegt in Augsburg noch nicht vor. Stickstoffdioxid kann unter anderem zu Atemwegserkrankungen führen. Es entsteht vor allem als Abgas aus dem Verkehr.

Feinstaub spielt in Augsburg hingegen seit Jahren keine große Rolle mehr. Die kritische Grenze von 50 Mikrogramm im Tagesdurchschnitt wurde zwar in der Karlstraße an 19 Tagen überschritten, allerdings sind bis zu 35 solcher Überschreitungen zulässig.

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03.01.2018

Kein endgültiges Konzept aber mit einer grünen Welle soll es besser werden? Super, eines der letzten Argumente für den ÖPNV und den unmotorisierten Individualverkehr fällt, denn rote Ampeln, Staus und stockender Verkehr war das letzte Hindernis für Autofahrer. Augsburg hat keine vernünftigen Ringstraßen und jetzt will man den Straßenverkehr noch besser durch die Innenstadt fließen lassen und somit im Endeffekt für noch mehr Schadstoffe und Minderung der Lebensqualität sorgen?

Grandiose Idee. Da fragt man sich doch was sonst noch für tolle Einfälle auf uns zukommen. Haushalte sollen wieder Ihren Müll im Garten verbrennen um den Schadstoffausstoß der Müllabfuhr zu reduzieren. So oder so ähnlich klingen für mich die Argumente der Verantwortlichen.

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03.01.2018

NOx Karlstraße:

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2009 > 57 Mikrogramm (µg)

2015 > 49 µg

2016 > 46 µg

2017 > 44 µg

.

Der Trend ist klar und der Jahres-Grenzwert von 40 µg ist in Reichweite.

.

Es ist daher die Frage zu stellen, ob die angedachte grüne Welle für den Autoverkehr mit den damit immer verbundenen Nachteilen für Fußgänger und ÖPNV wirklich nötig und sinnvoll ist. Und überhaupt; grüne Welle bei wieviel Km/h?

.

Fahrverbote dürften mit den neuen Werten in Augsburg endgültig vom Tisch sein.

.

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