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Die Polizei spürt, was bei uns schiefläuft

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Kommentar Von Jörg Heinzle
18.07.2018

Nichts rechtfertigt die Respektlosigkeit, mit der oft gegen Polizisten vorgegangen wird. Gibt es Lösungen für dieses Problem?

Das Argument kann man vor allem bei Diskussionen im Internet immer wieder lesen: Die Polizisten sollen sich über Angriffe und Beleidigungen nicht beklagen, es sei schließlich ihr Job. Andere argumentieren, es gebe doch auch Beamte, die sich nicht korrekt verhalten. Das mag ja sein. Dennoch rechtfertigt nichts jene Gewalt und Respektlosigkeit, mit der Polizisten in ihrem Alltag mittlerweile konfrontiert sind. Sie üben eine wichtige Arbeit aus. Sie setzen Recht und Ordnung durch. Doch es scheint so, dass es in unserer Gesellschaft zunehmend an der Bereitschaft fehlt, sich diesen Regeln unterzuordnen. Die eigene Freiheit steht offensichtlich bei manchem über allem, schlechtes Benehmen inklusive.

Vor allem in der Innenstadt ist das zu spüren, wenn Alkohol und Drogen im Nachtleben als „Treibstoff“ noch dazukommen. Die Polizei badet hier aus, was in der Gesellschaft schiefläuft. Wenn es so ist, dass sich ein Teil der Nachtschwärmer offensichtlich einfach nicht zügeln kann und es immer wieder dazu kommt, dass Beamte verletzt werden, dann sollte man vielleicht doch darüber nachdenken, das Feiern etwas einzuschränken. Eine Sperrzeit wäre ein Thema. Doch die Stadtpolitik stellt sich hier seit Jahren weitgehend taub.

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