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Kirchenmusik

19.02.2015

Die Posaunen von St. Thomas

Das Ensemble Thomas-Blech bei der Probe in der Chapel: Pfarrer Dietrich Tiggemann dirigiert den Posaunenchor mit Gregor Pahl, Andres Cestonaro, Nico Dibiase und Heiner Staib (von links).
Bild: Annette Zoepf

Pfarrer Dietrich Tiggemann lässt in Kriegshaber eine Tradition lebendig werden

Die beiden Neulinge machen zuerst Atemübungen, dann lernen sie, wie sie Luft in das Mundstück ihres Instruments pressen, und schließlich, wie sie den erzeugten Ton halten, auch wenn sie zwischendurch abgesetzt haben – was gar nicht so einfach ist. Der Pfarrer von St. Thomas, Dietrich Tiggemann, leistet Grundlagenarbeit, um in seiner Gemeinde einen Posaunenchor auf die Beine zu stellen. In der evangelischen Kirche haben solche Orchester Tradition.

Tiggemann kommt aus der Landeskirche Schaumburg-Lippe (bei Hannover). „In Norddeutschland kenne ich das gar nicht anders, als dass eine Kirchengemeinde einen Posaunenchor hat“, sagt er. „Die fangen dort überhaupt erst ab 15 Mitglieder zu zählen an.“

Im Raum Augsburg ist das dagegen anders. Es gibt vereinzelt solche Orchester, etwa in St. Petrus in Hochzoll, aber ein solches Ensemble aufzubauen, ist harte Arbeit. Tiggemann hat in den Gottesdiensten, im Gemeindebrief und in vielen persönlichen Gesprächen für seine Idee geworben. Nun gibt es fürs Erste vier Interessenten. Von denen spielt einer gut, einer ganz leidlich. „Und wir zwei sind absolute Anfänger“, fügt Heiner Staib hinzu.

Als Ziel hat sich Tiggemann gesetzt, einen vierstimmigen Chor aufzubauen, der dann bei verschiedenen Gelegenheiten auftreten kann. Er soll den Namen „Thomas-Blech“ tragen.

Der Pfarrer will bei seinen Aufbauanstrengungen „zwischen Arbeit und Freizeit“ nicht unterscheiden. Zunächst braucht er unbedingt noch einige weitere Mitspieler. Später soll ein eigener Leiter den Posaunenchor übernehmen.

Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, um zum Posaunenchor von St. Thomas hinzuzustoßen. Die Ausbildung ist kostenlos. Blechbläser haben aus Sicht von Tiggemann mehrere Vorteile: Die Literatur ist breit gefächert – sie reicht vom Barock bis zum Jazz. Die Ausbildung am Instrument ist kostenlos; für den Anfang können sich die Interessenten eine Trompete oder Tuba beim Posaunenchor St. Petrus ausleihen. Außerdem kann man relativ leicht von einem Blasinstrument zum anderen wechseln: Die Spielweise ist weitgehend gleich, den Unterschied machen allein das Mundstück und die Blastechnik aus.

Wer sich dem Ensemble anschließen will, braucht sich also nur mit Pfarrer Tiggemann in Verbindung zu setzen (Telefon 401311 oder: dietrich.tiggemann@st-thomas-augsburg.de), oder er kommt direkt zur Probe: ab 26. Februar immer donnerstags um 19 Uhr für Anfänger und ab 19.30 Uhr für Fortgeschrittene in der St.-Thomas-Chapel in der Columbusstraße (Centerville).

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