Leben im Hochfeld II

28.02.2011

Die Pragmatikerin

Rosemarie Schreiber aus dem Hochfeld.
Bild: Ruth Ploessel

Das Prinz-Karl-Viertel im Norden des Hochfelds ist vor sieben Jahren zur Heimat von Rosemarie Schreiber geworden. „Hier gibt es alles, man muss eigentlich gar nicht mehr raus aus dem Stadtteil“, sagt sie.

Das Prinz-Karl-Viertel im Norden des Hochfelds ist vor sieben Jahren zur Heimat von Rosemarie Schreiber geworden. „Hier gibt es alles, man muss eigentlich gar nicht mehr raus aus dem Stadtteil“, sagt sie.

Ihre Praxis hat die Psychotherapeutin hier, ihre Mutter lebt nur wenige Meter entfernt im Betreuten Wohnen, die Nahversorgung sei gut und die Lage zentral. Die 51-Jährige erledigt, ebenso wie ihr Mann Helmuth Binder, der bei der Industrie- und Handelskammer arbeitet, alle Wege zu Fuß oder mit dem Rad. „Ein Auto haben und brauchen wir nicht. Es ist toll, dass es inzwischen auch den Bahnhaltepunkt an der Haunstetter Straße gibt“, sagt Schreiber. Dieser ist von der Hochfeldstraße aus zugänglich.

Auch wenn sie sich in ihrer neuen Umgebung wohlfühlt, gehört ihre Liebe dennoch einem anderen Stadtteil, dem angrenzenden Bismarckviertel, wo sie vorher lebte. Den Ausschlag, dort wegzuziehen, habe der Wunsch nach einer Wohnung mit Garten gegeben. „Das ist im Bismarckviertel fast aussichtslos“, sagt sie. Innenstadtnah sollte der künftige Wohnort trotzdem liegen. Die Wahl fiel auf das Prinz-Karl-Viertel, weil dort bereits eine ihrer besten Freundinnen und ihr Patenkind lebten.

Überzeugt hat Rosemarie Schreiber auch das Konzept des Bauträgers: „Von außen sehen die Blöcke zwar alle gleich aus, aber es wurde sehr viel Geduld aufgebracht und auf die individuellen Wünsche der Bewohner bei der Gestaltung eingegangen.“ Das Viertel habe seinen ganz eigenen Charme, weil es auf einem ehemaligen Kasernengelände geplant und nicht historisch gewachsen sei, sagt Schreiber. Es habe sich „eine lockere, tolerante Gemeinschaft“ entwickelt. Weil viele Menschen innerhalb kurzer Zeit auf das Areal zogen, bildeten sich auch neue Bekannt- und Freundschaften. „Natürlich redeten dann alle über die neue Wohnung und Erfahrungen mit Handwerkern. Dadurch hatten wir gleich ein Gesprächsthema.“ In dieser Zeit hat sich auch ein kleiner Stammtisch entwickelt. Zu sechst oder acht trifft man sich jeden Freitagabend im nahegelegenen Café Viktor.

Einzig über „Auswüchse im Park“ sei sie etwas unglücklich, sagt Schreiber. „Ich rede nicht von spielenden Kindern. Dass Familien hier wohnen, ist toll. Ich meine Jugendliche, die viel Alkohol trinken und Lärm machen.“

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