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10.12.2009

Die Region macht sich fit für Forschung und Industrie

Der schwäbische IHK-Präsident Andreas Kopton ist ein Mutmacher. In wirtschaftlich angespannten Zeiten verweist er lieber auf positive Entwicklungen als auf manch negative Tendenz. Kopton sagt: "Wir sind eine starke Region. Wir sind ein starker Produktionsstandort." Speziell für Augsburg sieht Kopton hervorragende Perspektiven: "Augsburg will bayerisches Zentrum für Ressourceneffizienz werden. Das ist unsere ganz große Chance."

"Zentrum für Ressourceneffizienz" klingt etwas sperrig. Dahinter verbergen sich innovative Entwicklungen. Im Wirtschaftsraum haben sich mit den Technologiefeldern Faserverbund, Mechatronik und Automation, IT sowie Umwelt vier Kompetenzfelder mit großem Potenzial herauskristallisiert.

Sichtbares Zeichen für diese Entwicklung ist der künftige Science-Park in unmittelbarer Nähe der Universität. Es ist ein Großprojekt, das Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Ein Anfang ist gemacht: Im September war Spatenstich für das Zentrum für Leichtbautechnologie auf dem Campus der Uni.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Fraunhofer-Gesellschaft verstärken hier ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der kohlenstoffverstärkten Kunststoffe. Bis Ende 2010 entstehen eine über 2000 Quadratmeter große Laborhalle und ein 3000 Quadratmeter großer Bürotrakt. Derzeit arbeiten 15 Forscher für DLR und Fraunhofer-Gesellschaft in Augsburg. Wenn die Gebäude bezogen werden, sind es dann 100 hoch qualifizierte Fachleute.

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Hier könnte auch die Zentrale von Premium Aerotec entstehen

Forschung ist ein wichtiger Baustein im Science-Park, die Ansiedlung von Firmen ein anderer. Es laufen Verhandlungen mit dem Flugzeugbauer Premium Aerotec (vormals EADS), der auf dem weitläufigen Areal seine künftige Zentrale in einem repräsentativen Gebäude errichtet soll. Premium Aerotec baut nicht weit vom Science-Park entfernt ein neues Fertigungswerk. Wie eng die Bande zwischen Politik, Wirtschaftskammern und dem Unternehmen Premium Aerotec sind, zeigte ein Besuch einer hochrangigen Delegation in der niedersächsischen Stadt Stade. Eingeladen hatte Hans Lonsinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung Premium Aero-tec. Mit dabei waren Augsburgs OB Kurt Gribl, Baureferent Gerd Merkle, Wirtschaftsreferent Andreas Bubmann, IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank sowie Präsident Jürgen Schmid und Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner von der Handwerkskammer.

Und eben auch IHK-Präsident Kopton war mit von der Partie. Seine Begeisterung für die Perspektiven in Augsburg komme insofern nicht von ungefähr, sagt er.

Ähnlich bewertet OB Gribl die Eindrücke: "Wir sind mit der Entwicklung hin zum bayerischen Zentrum für Ressourceneffizienz auf dem richtigen Weg. Es geht nicht nur um Wissenschaft, sondern um die dynamische Weiterentwicklung aller unserer Kompetenzfelder, also Kreativität und Innovation."

Was Augsburg mit Stade verbindet

In Stade steht ein im Jahr 2004 errichtetes Technologiezentrum, das neue Verfahren und Produkte im Bereich der Faserverbundwerkstoffe mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Flugzeugbau, in der Schifffahrt, im Fahrzeugbau, in der Automobilwirtschaft und zahlreichen anderen Bereichen bietet. "Genau dies ist der nächste konkrete Schritt in Augsburg", betont Gribl.

Der Bezug von Premium Aerotec zu Stade ist ein dort angesiedeltes Airbus-Werk, das Flugzeugteile aus Carbonfasern fertigt. Ein ähnliches Werk entsteht in Augsburg. "Einblick

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