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Augsburg

23.06.2016

Die SPD fordert den Bau der Osttangente

Gegner machen mobil gegen die Osttangente. Die Augsburger SPD-Stadträte wollen sie dennoch.
Bild: Peter Kleist

Die Augsburger SPD-Fraktion will die Osttangente. Warum die Stadträte trotz der Widerstände und Sorgen für die neue Straße sind.

Über die geplante Osttangente wird viel diskutiert. Nicht nur in Augsburg. Widerstand formiert sich in Nachbargemeinden. Die Strecke ist derzeit im Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan 2030 in Berlin als vordringlich eingestuft worden. Der genaue Streckenverlauf der Verbindung zwischen der A8 und der B17 steht noch nicht endgültig fest. Die Augsburger SPD-Stadtratsfraktion hat sich jetzt positioniert. Sie spricht sich ausdrücklich für die Osttangente aus. Es gehe dabei auch um eine Entlastung der Augsburger Bürger. Fraktionsvorsitzende Margarete Heinrich sagt: „Die Verkehrsbelastung in der Stadt hat deutlich zugenommen. Gerade die Stadtteile Lechhausen, Oberhausen, Hochzoll, Haunstetten, Göggingen und Inningen sind immer mehr durch Schleichverkehr belastet. Kein Wunder, denn durch diese Ortsteile führen die Einfallstraßen der A8 und der B17.“

Zahlen als Argument für die Straße

Verwiesen wird auf Zahlenmaterial: Demnach fahren täglich auf der neuen B17 rund 85000 Fahrzeuge. Im Jahr 2006 waren es noch 62000. Florian Freund, stellvertretender Fraktionschef fragt deshalb: „Wie viele Fahrzeuge werden es im Jahr 2020 sein?“ Eine Antwort gibt er nicht. Eine weitere Zunahme sei zu erwarten. Dies führe zu einer enormen Belastung der Augsburger Bevölkerung. Stefan Quarg, baupolitischer Sprecher der SPD, ergänzt: „Wie wichtig die B17 für die Stadt Augsburg ist, belegen die täglichen Zahlen. Selbst damalige kritische Stimmen zum Bau der B17 vor über 20 Jahren sind verstummt. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Schwerlastverkehr und der motorisierte Individualverkehr auf deutschen Straßen noch immer weiter ansteigen werden.“

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Was ist mit dem Trinkwassee

Die SPD will die von Gegnern der Osttangente geäußerten Bedenken wegen des Trinkwassers nicht von der Hand weisen. Dazu sagt Willi Leichtle: „Wir fordern eine verträgliche Streckenplanung, verbunden mit bestmöglichen Schutzmaßnahmen für unser Trinkwasser. Diese oberste Priorität wird erwartungsgemäß zu Mehrkosten führen, die aber bezahlt werden müssen.“ (möh)

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.06.2016

Hut ab für den Weitblick.

Die CSU ist noch in Deckung.

Hoffe, der Verkehrsminister lässt sich von

den Protesten gegen die grosse Lösung

nicht zu sehr beeindrucken.

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