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Handel

23.07.2010

Die Sorgen und Nöte der Einkaufsstadt Augsburg

Viele Menschen aus dem Umland waren früher häufiger in Augsburg beim Einkaufen als heute.
Bild: Alexander Kaya

Die Augsburger Innenstadt ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war: Wer mit offenen Augen durch die Straßen geht, sieht geschlossene Läden, stolpert über schlechtes Straßenpflaster und hat auch das Gefühl, dass weniger los ist als noch vor ein paar Jahren. Von Michael Hörmann

Die Augsburger Innenstadt ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war: Wer mit offenen Augen durch die Straßen geht, sieht geschlossene Läden, stolpert über schlechtes Straßenpflaster und hat auch das Gefühl, dass weniger los ist als noch vor ein paar Jahren.

Dieses Gefühl trügt auch nicht, wie in einer Untersuchung belegt ist. Die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) will im Auftrag der Stadt mithelfen, positive Änderungen auszuarbeiten und dem Negativtrend entgegenzuwirken. Um den Hebel anzusetzen, bedarf es einer (schonungslosen) Bestandsaufnahme, denn die negative Entwicklung bezieht sich vor allem auf die Innenstadt.

Marktgebiet In früheren Berichten war bereits immer wieder von einem enormen Frequenzrückgang die Rede. Jetzt liegen erstmals belastbare Zahlen vor, die GMA-Geschäftsführer Stefan Leuninger näher erläutert. Demzufolge hat sich im Zeitraum von 2003 bis 2010 das Marktgebiet des Einzelhandelstandortes Augsburg gewaltig reduziert.

Die Sorgen und Nöte der Einkaufsstadt Augsburg

Waren es 2003 noch 980 000 Kunden, die regelmäßig in Augsburg einkauften, sind es jetzt nur noch 840 000. Bezogen ist diese Größe auf ein Einzugsgebiet über Günzburg (Westen), Donauwörth (Norden), Odelzhausen (Osten) und Landsberg (Süden). Anhand der Untersuchungen wurde festgestellt, dass vor allem die Städte Ulm und Landsberg der Einkaufsstadt Augsburg viele Kunden abgeworben haben. Ein anderer Aspekt: Das Einkaufsverhalten hat sich in den zurückliegenden Jahren verändert. Der Kauf im Internet spielt eine größere Rolle, der Einkaufsbummel in Augsburg ist für Auswärtige keine Selbstverständlichkeit mehr.

Angebot In der Wahrnehmung von Kunden wird gerade in diesen Tagen registriert, dass einige Geschäfte in der Annastraße (S. Oliver, Hilfiger und Eterna) aufgeben. Teils wird von den befragten Kunden darüber hinaus ein besseres Angebot vermisst. Größere Sportfachanbieter würden fehlen. Ein großes Damenmodehaus täte der City gut, heißt es weiter.

Baustellen Was von vielen Kunden beklagt wird - und das steht nicht nur im Gutachten -, ist die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Der schlechte Straßenbelag wird kritisiert. Auch die Vielzahl von Baustellen führt zu Klagen. Sorgen bereitet zumindest Teilen von Kunden und Händlern der geplante Umbau des Königsplatzes. Michael Hörmann

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