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Augsburg

24.10.2019

Die Stadt Augsburg prüft Parkverbote für E-Scooter

Darf man E-Scooter künftig nur noch an bestimmten Stellen parken?
Bild: Bernd Hohlen

Die Stadtverwaltung möchte, dass an bestimmten Orten keine E-Scooter abgestellt werden dürfen. Für die Firma Voi wäre es leicht, das umzusetzen. Doch sie schweigt.

Die Stadt Augsburg überlegt schärfere Park-Regeln für E-Scooter einzuführen. Zuletzt hatte Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) einen solchen Vorstoß angekündigt. Laut Baureferent Gerd Merkle (CSU) ist die Stadt mit dem Verleih-Unternehmen Voi im Gespräch, was das Abstellen vor Gebäuden wie dem Rathaus, den Prachtbrunnen sowie an Haltestellen betrifft. Das Unternehmen kann in definierten Zonen – aktuell handelt es sich um die Fußgängerzone – verhindern, dass Nutzer dort eine Fahrt beenden.

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Empfängt Voi von einem Roller via GPS-Signal, dass er sich in einer „Parkverbots“-Zone befindet, kann sich der Nutzer dort nicht abmelden und zahlt weiter für die Nutzung. Allerdings, so Merkle, liefen die Gespräche noch. In anderen Städten gebe es entsprechende Vereinbarungen.

Stadt Augsburg hat von E-Scooter-Verleihfirma noch keine Rückmeldung

Das Parken auf Gehwegen ist rechtlich erlaubt, allerdings stellen manche Nutzer ihre Gefährte so ab, dass sie für Passanten ein Hindernis darstellen. Das Thema sei nicht so einfach in den Griff zu bekommen, so Merkle. Man habe Voi die Idee unterbreitet, künftig bestimmte Flächen zu definieren, in denen die Roller vorrangig abgestellt werden sollen.

Die Stadt Augsburg prüft Parkverbote für E-Scooter

Um für die Nutzer einen Anreiz zu setzen, müsste das Unternehmen dafür dann einen Rabatt auf die Leihgebühr gewähren, so Merkle. „Auch das Verleihunternehmen hätte etwas davon, weil es die Roller zum Aufladen oder Akkutausch nicht mehr überall in der Stadt verteilt auflesen muss.“ Allerdings habe man dazu von Voi noch keine Rückmeldung bekommen.

Lesen Sie dazu: Sind E-Scooter ein großer Spaß oder ein Verkehrsrisiko?

Anzahl der E-Scooter in Augsburg hat sich verdoppelt

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24.10.2019

Wie wird denn dann mit den unzähligen Fahrrädern verfahren?
Auch hier gilt doch (Zitat aus dem Artikel)
"....stellen manche Nutzer ihre Gefährte so ab, dass sie für Passanten ein Hindernis darstellen..."
Und ich sehe viel mehr Fahrräder wild abgestellt als E-Scooter

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24.10.2019

Das gehört bundesweit mit einer Nachschärfung der Straßenverkehrsordnung geregelt.

Wie auf der Straße braucht es auch auf Gehwegen eine Mindesnutzbreite die verfügbar sein muss oder ein Parkverbot in Haltestellenbereichen.

Außerdem ein klares Recht für alle Bürger, störende Hindernisse zu beseitigen.

Aber Herr Scheuer ist ja so schwer beschäftigt, den mit dem Dieselbetrug befassten Gerichten die Unterlagen des KBA vorzuenthalten...

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