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Augsburg

04.09.2013

Die Stadtmauer wird saniert

Beim Biergarten „Luginsland“ hat sich die historische Stadtmauer gefährlich geneigt. Der Bereich musste abgestützt werden. Dank einer Spende von Wirt Albert Oblinger kann der Bereich nun saniert werden.
Bild: Anne Wall

Die Augsburger Stadtmauer ist baufällig. Eine Spende ermöglicht die Absicherung beim Biergarten. Nächsten Monat soll die historische Eingrenzung nun saniert werden.

Am Biergarten Luginsland musste die Augsburger Stadtmauer zuletzt abgestützt werden, für Passanten wurde der Weg gesperrt – aus Sicherheitsgründen. Nächsten Monat soll die historische Eingrenzung in diesem Bereich nun saniert werden. Luginsland-Wirt Albert Oblinger beteiligt sich mit einer Spende von 15000 Euro, die er gestern über den Stadtmauerverein an Oberbürgermeister Kurt Gribl übergab.

Rund vier Kilometer der alten Stadtbefestigung sind in Augsburg noch erhalten, der einstige Verlauf ist sogar über eine längere Strecke nachvollziehbar. Augsburg ist eine der wenigen Städte, in denen die historische Mauer so intakt ist. Doch weil die Bausubstanz alt ist – die Anfänge gehen bis ins 10. Jahrhundert zurück, der letzte Ausbau erfolgte 1809 – gibt es auch viele Schäden. Größere Schwachstellen befinden sich am Schwedentor und am Roten Tor. Immer wieder fallen aber auch anderswo Steine heraus. „Bei uns gehen regelmäßig Anrufe von Bürgern ein“, sagt Norbert Reinfuss vom Hochbauamt. Der jährliche Bauunterhalt liegt bei rund 80000 Euro, große Maßnahmen lassen sich damit nicht angehen. Saniert wurde zuletzt im Bereich des Kräutergartens am Roten Tor. Auch hier beteiligte sich der Stadtmauerverein: mit 30000 Euro.

Im Bereich Luginsland hat die Stadt nun ein Pilotprojekt laufen, das für die ganze Stadtmauer greifen soll: Es geht darum, die Befestigung genau zu erforschen. Wie wurde gebaut und mit welchen Materialien? „Da ist kein Bereich wie der andere, weshalb man kein einheitliches Sanierungskonzept auflegen kann“, weiß Reinfuss. Erst wenn die Befunde da sind, kann eine Sanierung abschnittsweise umgesetzt werden. Auch Fördergelder sind denkbar.

Im Bereich Luginsland wird die Mauer an ihrer Rückseite abgestützt und verstärkt werden. Nach vorne hin wird sie ihre Anmutung behalten. Ein Punkt, auf den die Stadt großen Wert legt. Ob die Mauer, die sich an dieser Stelle stark geneigt hat, auch wieder aufgerichtet werden kann, ist allerdings offen. (nip)

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