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Augsburg

18.10.2015

Die Wertachstraße soll grüner werden

Die Wertachstraße ist die zentrale Verkehrsader im Quartier Rechts der Wertach. Sie soll nach den Vorstellungen der Planer mithilfe von Bäumen auch zur Lebensader im Viertel werden.
Bild: Annette Zoepf

Planer präsentieren Ideen für das Quartier Rechts der Wertach. Was Anwohner davon halten

Von Christian Mühlhause

Oberhausen Das Quartier Rechts der Wertach bringt eigentlich alles mit, um ein gut funktionierendes Stadtviertel zu sein. Es liegt innenstadtnah und ist sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Mit der Oase in der Wolfgangstraße gibt es einen Jugendtreff. Hinzu kommen vergleichsweise günstige Mieten. Dennoch soll das Quartier jetzt im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ aufgewertet werden. Dafür hat sich die Kommune Planerbüros und das Quartiersmanagement „Urbanes Wohnen“ ins Boot geholt, die jetzt ihre Ideen präsentierten. Diese führten zuvor Ortsbegehungen durch und sprachen mit Anwohnern.

Bevölkerung „Aus unserer Sicht sind Verbesserungen nötig, aber keine größeren Veränderungen. Die Sozialstruktur passt insgesamt“, sagt einer der Planer. Es sei wichtig, darauf zu achten, dass das Viertel weder zum Quartier für sozial Schwache werde, noch ein Verdrängungswettbewerb durch zahlungskräftige Mieter einsetze. Verbesserungswürdig ist aus Sicht der Stadtplaner die Durchlässigkeit des Quartiers für Fußgänger und Radler. Die könnte zum Beispiel durch die Öffnung des früheren Straßenbahndepots am Senkelbach verbessert werden, finden die Planer.

Die Wertachstraße soll grüner werden

Grün-und Freizeitflächen Ein großes Thema für die Anwohner sind fehlende Grün- und Freizeitflächen. Die Planer schlugen vor, den Bereich westlich der Arbeitsagentur als Park freizugeben. Lacher ernteten sie von den etwa 30 Gästen dafür, dass sie einen sehr schmalen Grünstreifen am südlichen Ende der Heinrich-von-Buz-Straße ebenfalls als Park anpriesen. Westlich der Inneren Uferstraße sollen zudem zwei Wertachbalkone entstehen, auf denen sich die Menschen aufhalten und den Blick auf den Fluss genießen können. Ein durchgängiger Zugang ist wegen des Localbahngleises nicht möglich.

Wertachstraße Als „Lebensader“ des Viertels haben die Planer die Wertachstraße ausgemacht. Die „Vielfalt“ solle dort erhalten bleiben. Was genau damit gemeint sei, wollte eine Frau wissen, außer Herrenfrisöre und Spielsalons gebe es doch da nichts. Dem widersprach einer der Stadtentwickler. „Es sind das Modehaus Jung, ein Lidl, einen Bäcker und mehrere Dienstleister auf der Achse ansässig.“ Zudem habe die Stadt mit einer Veränderungssperre dafür gesorgt, dass sich keine weiteren Spielhallen ansiedeln können. Bei allen Wünschen müsse man auch realistisch bleiben bei der Frage , für welche Art von Geschäften die Lage, Größe und die geforderte Miete interessant seien, meinte er. Die Planer wollen die Straße durch breitere Gehwege und Querungsinseln attraktiver machen und zugleich den Verkehr verlangsamen. Zudem sollen neue Bäume dazu beitragen, dass die Straße einen eigenen Charakter entwickelt Empfohlen wird der Stadt zudem, dass sie Immobilienbesitzer über Fördermöglichkeiten bei Sanierungen informiert.

Wolfgangstraße Neu geordnet werden soll auch das Areal rund um die Jugendeinrichtung Oase. Angedacht ist, es so nutzbar zu machen, dass Schule, Jugendtreff und Allgemeinheit gleichermaßen etwas davon haben. Denkbär wäre ein generationenübergreifendes Angebot.

Plärrer Auch in der Langenmantelstraße sollen Bäume für mehr Struktur sorgen. Geht es nach den Planern, wird das Areal des Bauhofes an der Schwimmschulstraße erheblich verkleinert oder sogar verlagert. Das Areal sei gut für Wohnbebauung und einen öffentlichen Park geeignet. Dafür gab es viel Zustimmung. Laut Helmut Seibold gibt es zudem Bewegung bei der Frage, was aus dem Areal des ehemaligen Möbelhauses gegenüber dem Plärrer wird. „Im Gespräch sind ein Abriss und eine Umnutzung. Wir denken über einen Bebauungsplan nach, um eine Neubebauung zu ermöglichen.“

Zeitplan Seibold mahnte, dass sicherlich nicht alle Ideen auch realisiert werden können. Zunächst müsse der Stadtrat Anfang 2016 dem Konzept zustimmen. Dann könnten Fördermittel beantragt werden. „Ich denke, wir reden über einen Realisierungszeitraum von mehr als zehn, wohl 15 Jahren.“

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