1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Die Zahl der Autos in Augsburg steigt

Verkehr

22.05.2019

Die Zahl der Autos in Augsburg steigt

Die Zahl der in Augsburg zugelassenen Fahrzeuge steigt.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Trotz Fahrradstadt, Nahverkehrs-Tarifreform und Mobilitäts-Masterplan ist die Zahl der Autos in Augsburg im vergangenen Jahr wieder gestiegen.

Die Zahl der Autos in Augsburg hat im vergangenen Jahr abermals zugenommen. Laut Kraftfahrtbundesamt waren in Augsburg zum 1. Januar dieses Jahres 158009 Fahrzeuge zugelassen. Das sind knapp 2000 mehr als Anfang 2018. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es noch 132.000 Fahrzeuge. Zwar wuchs die Stadt auch einwohnermäßig in diesem Zeitraum, rein damit ist der Zuwachs aber nicht zu erklären. Denn auch die Auto-Dichte je 1000 Einwohner stieg seit Jahren stetig an. Inzwischen kommen auf 1000 Einwohner um die 530 Fahrzeuge.

Wenige Elektroautos in Augsburg

Der Großteil des Zuwachses an Fahrzeugen rührt aus einem Plus bei den Pkw her. Der Diesel-Anteil blieb fast gleich, Zuwachsraten gibt es vor allem bei Benzinern. Die Zahl der Autos mit Hybrid-Antrieb stieg um etwa 500 auf 1528, bei reinen Elektroautos gab es einen Zuwachs von etwa 60 auf jetzt 212 Stück. Die Stadt kündigte zuletzt an, die Verbreitung von Elektro-Autos durch den Aufbau neuer Ladesäulen unterstützen zu wollen. Zudem sollen neue Angebote Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen.

Das scheint die Augsburger noch nicht vom Autokauf abzuhalten, allerdings gab es in der Vergangenheit in manchen Jahren auch Zuwächse, die teils doppelt so hoch wie 2018 waren. Politisch diskutiert wurde zuletzt auch die Frage, wie mit der steigenden Anzahl an Autos in Neubaugebieten umgegangen werden soll. Fürs Obi-Areal neben dem Fabrikschloss lehnten die Stadträte zuletzt aber ab, die Zahl der nach städtischer Satzung zu bauenden Tiefgaragenplätze zu reduzieren. Alternativ waren Carsharing und Leihräder als Angebote vorgesehen. Die Stadträte sahen als Problem, dass bei weniger Stellplätzen die umliegenden Straßen zugeparkt werden würden. (mit zds)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

22.05.2019

Ab 19 Uhr und am Wochenende fährt stündlich ein Zug. Zu einzelnen Zeiten sind die Zufolgen ganz ordentlich, aber das ist noch lange kein (S-Bahn-) Takt. Außer auf der Strecke München-Ulm werden die Züge außerdem entweder gar nicht durchgebunden oder nur minimal (bis Oberhausen), d.h. wir haben keine Durchmesserlinien.

Permalink
22.05.2019

Ein Blick auf die Straßen genügt, das Problem findet sich überwiegend werktags und tagsüber.

Durchmesserlinien sind bestellt und kommen ab 2022 - das wird nichts daran ändern, dass die Erschließung in Augsburg tlw. katastrophal schlecht ist. Ein Mensch der arbeitet und ordentlich verdient wird das Lechhauser Industriegebiet immer mit dem Individualverkehr anfahren - 2 mal Umsteigen ab HBF, mit langsamer Bimmelbahn wie der 1er durch die Altstadt und dann in einen selten fahrenden Bus ins Industriegebiet - da hilft dieser teure Tunnel am HBF nicht weiter!

Permalink
22.05.2019

Wir bauen jetzt doch am 230 Mio Loch unter dem HBF das sich die Grünen so sehr gewünscht haben!

https://gruene-augsburg.de/fraktion00/fakten0/fakten-detail/article/eva_leipprand_augen_auf_beim_ideenwettbewerb/

>> Es ist Zeit, Klartext zu reden. Wir Grüne haben immer klar gemacht, dass wir, bei allem Verständnis für Kritik in einzelnen Punkten, das Gesamtpaket Mobilitätsdrehscheibe für eine große Chance für die Stadt halten. Die MDA ist ein entscheidender Schritt in eine nachhaltige Mobilität der Zukunft, genau das Konjunkturprogramm und die Investition in Klimaschutz, die wir brauchen. <<

Und dann habt ihr Grünen schön die höheren Fahrpreise und die Ausdünnung der Takt bei Bus und Tram unterstützt...

Permalink
22.05.2019

Ganz toll gemacht Stadt Augsburg! Das Fahrradprojekt 2020 (das es in der Form ja schon nicht mehr gibt) kann man hiermit getrost als gescheitert ansehen. Schuld ist aber hier nicht der Bürger, sondern allein das miserable Projektmanagement der Stadt. Aus so ziemlich jeder Umfrage kommen die selben Antworten warum nicht mehr aufs Rad umsteigen wollen aber diese werden ignoriert. Umsetzungen gab es in den letzten Jahren wenige, die dem Radverkehr hätten helfen können. Maßnahmen die den Autoverkehr einschränken und dem im Artikel beschriebenen Trend entgegen wirken würden kann man an einer Hand abzählen. Mein Appel an die Verantwortlichen ist endlich den Stock aus dem A.... bekommen und mal was zu tun. Augsburg muss lebenswert bleiben! Die innerstädtische Verkehrspolitik trägt dazu nichts bei...

Permalink
22.05.2019

Schade, dass beim Regio-S-Bahn-Takt und bei der Verlängerung der Straßenbahnlinien so wenig vorangeht. Wenn es uns nicht gelingt, den Trend zu mehr Autos umzudrehen, werden wir uns schon in der nahen Zukunft große Probleme einhandeln.

Leider hat die AVV-Tarifreform nicht nur die Gelegenheitsfahrten mit Bus und Bahn verteuert: Auch die meisten Abos sind viel teurer geworden. Das Mobil-Abo Premium (ehemals Umwelt-Abo Plus) für eine Zone kostet heute 25 % mehr als noch vor zwei Jahren!

Auch hier tut sich leider wenig - obwohl die zuständige Referentin und designierte Oberbürgermeister-Kandidatin Eva Weber vor über 2 Monaten "dringenden Änderungsbedarf" festgestellt hat.

Permalink
22.05.2019

>> Schade, dass beim Regio-S-Bahn-Takt und bei der Verlängerung der Straßenbahnlinien so wenig vorangeht. <<

Was ist das für ein Märchen?

Augsburg <> Friedberg ganztätig 4 Züge pro Stunde und Richtung

Abfahrten Bobingen nach Augsburg 7 bis 8 Uhr
6.57; 7.07; 7.12; 7.20; 7.32; 7.44; 7.57 - Das sind 6 Abfahrten pro Stunde!

Kissing und Mering - auch 4 Züge pro Stunden und Richtung

Tramverlängerung nach Königsbrunn in Umsetzung, was der swa Chef unter dem Regenbogen stets verhindert hat.

Reaktivierung der Staudenbahn ab 2022 bestellt - da bleibt das Thema Durchbindung.

Handlungsfelder bleiben die Bahntakte nach Meitingen und Gessertshausen, wo wir aber in den Spitzenstunden auch bereits 3 Züge in Lastrichtung haben.

Das ist bundesweit betrachtet für eine 300.000er Kernstadt eher sehr gut.

Permalink
22.05.2019

Gelegenheitsfahrten mit dem ÖPNV sind sehr teuer geworden, in viele Gemeinden rund um Augsburg kommt man nur mit dem PKW.
Da die Taktung und Verbindung in Augsburg durch Bus, Tram, Zug gut ist, im Umland mangelhaft. Dann kommt hinzu das sich Neusäß gegen eine Straßenbahn sträubt, obwohl der Bahnhof Neusäß oder Bahnhof Westheim hervorragend an das Uniklinikum angbunden werden könnte!

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren