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Die Zerstörung von Parkbänken ist eine Schande

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Kommentar Von Fridtjof Atterdal
12.08.2019

Dass Parkbänke morsch werden, ist der Gang der Zeit. Doch viele Sitzgelegenheiten müssen nicht deshalb ausgetauscht werden. Über ein gesellschaftliches Problem.

Manche Dinge in der Stadt sind einfach da, sind so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht mehr bemerken. Parkbänke gehören sicherlich dazu. Sie stehen an nahezu jeder Ecke, in den Parks und auch an Plätzen und anderen Orten im Stadtgebiet. Wenn man in Augsburg ausruhen möchte, setzt man sich auf eine Bank – oder läuft ein paar wenige Meter bis zur nächsten. Doch was im Hintergrund abläuft, damit wir uns jederzeit auf eine saubere, unbeschädigte Sitzgelegenheit niederlassen können, bemerken wir gar nicht.

550 ausgetauschte Bänke im Jahr, das bedeutet, dass jemand all diese Sitzgelegenheiten abholt, repariert, neu zusammenbaut – und wieder aufstellt. Viel Arbeit und vor allem viel Zeit, die die Mitarbeiter der Stadt damit zubringen.

Dass Bänke irgendwann einmal alt und morsch werden, ist der Lauf der Dinge. Doch es ist eine Schande, wenn mehr als die Hälfte der Arbeitszeit dafür verwendet werden muss, mutwillig zerstörte Bänke wieder herzustellen. Ganz zu schweigen von den Steuergeldern, die so verpulvert werden. Ein „Peter liebt Petra“, mit Filzstift verewigt, mag man noch als jugendlichen Leichtsinn abtun – in die Wertach geworfene oder angezündete Bänke sicherlich nicht. Es ist ein gesellschaftliches Problem, wenn die Achtung vor dem gemeinsamen Eigentum fehlt.

Lesen Sie dazu auch den Artikel von Fridtjof Atterdal: Zerhackt, verbrannt, beschmiert: Stadt muss 550 Bänke tauschen

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17.08.2019

manche Menschen schätzen nicht was sie haben ...

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