Augsburg

03.08.2012

Die dicke Daisy

So sieht ein normaler Pekinese aus. Daisy wiegt dreimal so viel.
Bild: Alexander Kaya

Pekinesen-Dame war laut Staatsanwaltschaft überfüttert. Nun sollte es einen Prozess wegen Tierquälerei geben

Echte Tierliebe zeugt von einer tiefen emotionalen Bindung gegenüber der Kreatur. Aber man kann sie auch übertreiben. Sogar soweit, dass sie „gerichtsmassig“ wird.

Ein Rentnerehepaar – sie 69 Jahre, er 71 Jahre alt – soll eine Pekinesenmischlings-Dame mit dem Namen Daisy ab Oktober 2010 derart angefüttert haben, dass die kleine Hündin am Ende fast 19 Kilogramm wog – mehr als das Dreifache des normalen Gewichts. Der Tierarzt hatte dem Ehepaar dringend geraten, Daisy kalorienärmer und artgerecht zu füttern – allerdings erfolglos.

Das Dreifache des Normalgewichts

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Am Ende konnte sich die Hündin kaum mehr auf den Beinen halten und erlitt Schmerzen, was die Staatsanwaltschaft veranlasste, einen Strafbefehl wegen Tierquälerei gegen die Hundehalter zu erwirken. Der 69-jährigen Frau wird zudem vorgeworfen, den Tierarzt im August 2011 in einem Brief als „Mensch ohne Herz“ beleidigt und ihm zudem gedroht zu haben, seine Praxis „abzufackeln“.

Gegen die Strafbefehle über 90 beziehungsweise 60 Tagessätze hatten Frauchen und Herrchen Einspruch eingelegt, sodass es gestern vor dem Amtsrichter Raimund Wieser zum Prozess kommen sollte. Wegen Erkrankung einer der beiden Angeklagten musste die Verhandlung jedoch kurzfristig abgesetzt werden. Ein Termin wird neu bestimmt.

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20190523_FAS_1022.tif
Kommunalwahl

Dirk Wurm ist OB-Kandidat der SPD

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen