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14.04.2015

Die erste Adresse für Flüchtlinge

Gesundheitsamt richtet Räume für Untersuchungen ein

100 Flüchtlinge finden in der neu geschaffenen Noterstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Zusamstraße in Lechhausen Platz. Diese Menschen kommen nur für eine kurze Zeit nach Augsburg. Ziel ist es, sie in anderen Unterkünften unterzubringen. Wenn die Asylbewerber nach Augsburg kommen, ist eine medizinische Untersuchung vorgeschrieben. Hier hat sich die Stadt in Absprache mit der Regierung von Schwaben, die für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig ist, abgestimmt.

Es gibt nun einen „Medical Point“, eine Art medizinischen Stützpunkt. Er ist direkt beim Gesundheitsamt in der Karmelitengasse. Zwei frühere Ladenräume wurden umgebaut. Hier findet die Erstuntersuchung der Flüchtlinge statt. Neben einer körperlichen Untersuchung gibt es umfangreiche Labor- und Röntgenuntersuchungen. Schutzimpfungen der Flüchtlinge sowie eine ärztliche Notfallversorgung bei Erkrankungen gehören ebenfalls zum Standardprogramm.

Niedergelassene Ärzte übernehmen die medizinische Untersuchung, sie haben Werkverträge abgeschlossen. Den bürokratischen Part leisten eine medizinische Fachangestellte und eine Verwaltungskraft. Diese beiden Stellen wurden vorübergehend geschaffen. In der Praxis läuft es so ab, dass die Flüchtlinge nach der Registrierung in der Zusamstraße mit dem Großraumtaxi zur Untersuchung und Begutachtung in den Medical Point gebracht werden.

Ändern wird sich dies, wenn die große Erstaufnahmeeinrichtung in Augsburg geschaffen ist. Am Standort in der Berliner Allee nahe der Firma Osram wird sie errichtet, sie bietet Platz für mindestens 500 Flüchtlinge. In dieser Einrichtung ist dann auch ein Gesundheitszentrum vor Ort angesiedelt. Wann die Räume bezogen werden, ist offen. In der Sitzung des Allgemeinen Ausschusses gab der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ulrich Storr, einen Sachstandsbericht. (möh)

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