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Altstadt

07.07.2014

Die fabelhafte Welt des Ulrichsfestes

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4 Bilder
Die mit Kleidern geschmückten Wäscheleinen sind ein Markenzeichen der Kirchgasse im Ulrichsviertel, wenn die Bewohner am ersten Samstag im Juli ihr Fest feiern.

Einmal im Jahr feiern die Anwohner rund um die Kirchgasse und öffnen ihre Innenhöfe. Das Stadtviertel präsentiert sich kunterbunt, die Stimmung ist einzigartig

„Wäscheleinen raus“, heißt es einmal im Jahr für die Bewohner des Ulrichsviertels. Denn zum Auftakt des traditionellen Straßenfestes treffen sich die Familien vor ihren Häusern und spannen mit bunter Kleidung behängte Seile zwischen den Fenstern und schmücken so die schmalen Gassen aus.

„Für uns Anwohner ist das Aufbauen am Mittwoch vor dem Fest eigentlich sogar der schönste Moment überhaupt. Da trifft man sich in den Straßen und Gassen, plaudert, trinkt etwas mit den Nachbarn und hängt zusammen die Leinen auf“, sagt Liselotte Mayer-Felsenstein – sie ist im Vorstand des Vereins Ulrichsviertel, der das stimmungsvolle Straßenfest organisiert. Seit mittlerweile 27 Jahren feiern die Anwohner, immer am ersten Samstag im Juli, ihre Sommerparty.

Nicht nur äußerlich präsentiert sich das Ulrichsfest kunterbunt: Mit vielen Bands und Künstlern jeder erdenklichen Musikrichtung wolle man für jeden Geschmack etwas anbieten, so die Organisatoren.

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Entsprechend spannend gestaltet sich auch die Entdeckungsreise durch Kirchgasse, Zwerchgasse und die anderen umliegenden Straßen. Überall gibt es dort kleine Bühnen, auf denen Musiker unentgeltlich auftreten, Zauberer und andere Künstler. Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Lokale Gaststätten und Vereine hatten Bars und Biergärten an den Straßen aufgebaut, an denen man beispielsweise selbst gemachten Erdbeerlimes oder gegrillte Spezialitäten vom Assyrischen Mesopotamienverein kosten konnte. Besonders die sehenswerten Innenhöfe, in denen viele Anwohner Sitzgelegenheiten aufgebaut hatten, begeisterten die vielen Besucher. „Ich fühle mich hier fast wie in Klein-Italien“, sagt der Augsburger Pierre Aboujaoude, „das Ulrichsviertel hat schon ein ganz besonderes Flair. Auch wenn es hier schon eng zugeht, ist es eine sehr angenehme, entspannte Atmosphäre, nicht wie zum Beispiel auf der Dult.“

Neben den Waren, die die Läden auf der Straße zum Verkauf anboten, hatten auch einige Anwohner Flohmarktstände aufgebaut, die die Besucher zum Bummeln einluden. Wer etwas über die Geschichte des Ulrichsviertels lernen wollte, konnte eine Führung durch die Wassertürme unternehmen oder sich eine Ausstellung über die historischen Gebäude ansehen.

Die Besucher kommen aus Stadt und Land

Auch für junge Gäste ist das Straßenfest attraktiv, meint Martin Sandmair. „Ich wohne hier im Ulrichsviertel und da lasse ich mir das natürlich nicht entgehen“, sagt er. „Gute Musik und leckere Getränke, so lässt sich der Abend hier gut aushalten.“ Zum Fest kamen die Besucher aus Stadt und Land ins Ulrichsviertel.

Die besondere Atmosphäre hat sich in den vergangenen Jahren herumgesprochen. Bis in die Nacht konnte man bei karibischen Klängen an der Hauptbühne in der Kirchgasse tanzen und feiern.

Die Erträge aus dem Straßenfest des Ulrichsviertels will der Verein an das Flüchtlingsheim in der Schülestraße spenden, erzählt Liselotte Mayer-Felsenstein. Dort soll von dem Geld ein Spielplatz für Kleinkinder errichtet werden.

Bei uns im Internet

Viele Fotos vom Ulrichsfest unter

augsburger-allgemeine.de/bilder

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