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Die zweite Corona-Welle fordert die Stadt Augsburg heraus

Kommentar Von Jörg Heinzle
27.10.2020

Plus Die Stadt Augsburg hat sich auf eine zweite Corona-Welle vorbereitet. Doch mit dieser Wucht hat man wohl doch nicht gerechnet.

Fachleute hatten davor gewarnt, auch die Experten in der Augsburger Stadtverwaltung. Nun haben die Infektionszahlen jene Größe erreicht, dass es schwierig bis unmöglich ist, die Infektionsketten noch gründlich zu ermitteln. Die Zahlen vom Dienstag zeigen das noch einmal eindrücklich: Von 87 neuen Fällen ließ sich zunächst nur bei zwei Fällen klären, wo sich die Betroffenen angesteckt haben. Längst hat sich das Virus weit verbreitet, und auch die Kliniken bekommen es zunehmend zu spüren. Binnen zweier Wochen hat sich die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten von drei auf 15 erhöht. Sollte die Entwicklung ungebremst so weitergehen, wären es in weiteren zwei Wochen bereits 75 Intensivpatienten.

 

Es ist gut, dass die Stadt zusätzliche Anstrengungen unternimmt, um das Infektionsgeschehen möglichst gut im Blick zu behalten. Die Stadt hat sich nach dem Frühjahr auf eine zweite Welle vorbereitet. Doch mit dieser Wucht, welche die Welle in den vergangenen Tagen entwickelte, hat man dann wohl doch nicht gerechnet. So lässt es sich erklären, dass man in Augsburg zunächst ohne Kräfte der Bundeswehr auskommen wollte, nun aber doch die Hilfe von außen anfordert.

Covid-19 in Augsburg: Das Testzentrum an der Messe wird ausgebaut

Beim Testzentrum an der Messe ist es ähnlich. Der Betrieb läuft reibungslos, aber die Kapazitäten sind erschöpft. Es stimmt zwar, dass auch die Hausärzte verpflichtet sind zu testen. Doch alleine darauf zu verweisen reicht eben nicht. Auch hier sollen nun die Öffnungszeiten und die Testkapazitäten ausgeweitet werden. Das ist gut, die Stadt hätte hier aber auch schon einige Tage früher auf die angespannte Situation reagieren können.

Lesen Sie den zugehörigen Artikel: Gesundheitsamt am Limit: Die Stadt Augsburg holt sich Hilfe bei Polizei, Bundeswehr und THW

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