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Augsburg

18.11.2018

Diese Kleider sollen Frauen glücklich machen

Florale Motive auf Kleidern und Röcken sind zum Markenzeichen von Marianna Déri geworden. Das hat auch einen Grund. „Blumen stehen für Weiblichkeit“, sagt sie.
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Florale Motive auf Kleidern und Röcken sind zum Markenzeichen von Marianna Déri geworden. Das hat auch einen Grund. „Blumen stehen für Weiblichkeit“, sagt sie.
Bild: Uta Seeboth

Warum Designerin Marianna Déri bei Frauenmode besonders gerne auf Blüten setzt. Die Düsseldorferin kommt zum Textilmarkt im tim. Was sie bei ihrem ersten Besuch in Augsburg unbedingt machen will.

Der Duft von Flieder im Garten der Mutter. Die leuchtenden Sonnenblumen auf den Feldern der Bauern. Oder die Blütenkränze, die sich die Mädchen ins Haar flochten. Wenn Designerin Marianna Déri an ihre Kindheit auf dem Lande zurückdenkt, sind viele ihrer Erinnerungen mit Blumen verbunden. Sie ist in Ungarn aufgewachsen. Damals sei sie sehr glücklich gewesen, erzählt sie. Und dieses Glücksgefühl will sie heute bei anderen Frauen mit ihrer Mode auslösen – demnächst auch in Augsburg.

Die Modemacherin aus Düsseldorf hat seit 2013 ein eigenes Label. Damit ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz in ausgewählten Geschäften vertreten. Sie betreibt einen eigenen Onlineshop und besucht viele Modemessen. Nun kommt sie zum ersten Mal nach Augsburg. Marianna Déri zählt zu den neuen Ausstellern, die beim Textilmarkt im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim) mitmachen. Dort will sie Kleider und Röcke mit floralen Motiven, eleganten Schnitten und klaren Linien in den Mittelpunkt stellen. Sie sind zu einem ihrer Markenzeichen geworden. Das hat Gründe.

Romantik und Nostalgie

Marianna Dèri setzt bei ihren Kollektionen schon sehr lange auf Blumenmotive, nicht erst, seit die neuesten Fashion-Trends in diese Richtung gehen. „Blumen stehen für Weiblichkeit“, sagt sie, „und ich kenne keine Frau, die nicht gerne Blumen geschenkt bekommt.“ Die Designerin ist davon überzeugt, dass dabei nicht nur Gefühle wie Romantik, Nostalgie oder schöne Kindheitserinnerungen eine Rolle spielen. Sie glaubt fest daran, dass auch in selbstbewussten berufstätigen Frauen, die in der Stadt leben, eine Sehnsucht schlummert, mit der Natur verbunden zu sein. All diesen Gefühlen will sie in ihrer Mode Ausdruck geben.

Die 45-Jährige ist schon länger in der Modebranche tätig. Zunächst arbeitete sie für mehrere große und bekannte Unternehmen, etwa in der Produktionsüberwachung und Qualitätskontrolle.

„Das hat mir viel Spaß gemacht, weil ich in Thailand, Vietnam, Bangladesch, Indien und Ägypten viele Menschen und Kulturen kennengelernt habe“, erzählt sie. Sie hat viel gesehen, aber auch die Kehrseite der Bekleidungsindustrie im Ausland erlebt.

Die Arbeitsbedingungen seien zum großen Teil unmenschlich und für Europäer kaum vorstellbar, sagt sie. Das ist auch der Grund, warum sie sich selbstständig gemacht hat und bei ihren Kollektionen auf nachhaltige Qualität setzt. In Asien fertigen zu lassen, das kommt für die Düsseldorferin nicht infrage. Ihre Stoffe bezieht Marianna Déri aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich oder den USA.

Die Designerin arbeitet vor allem mit kleinen Betrieben zusammen, angefangen bei Nähereien bis hin zum Knopflieferanten. Letzterer ist ein kleines Familienunternehmen aus Wien. Es hat auch den Logoknopf für Marianna Déri entwickelt. Darauf ist ein Herz in Verbindung mit einem Kreuz zu sehen – für Déri ebenfalls ein Symbol der Weiblichkeit.

Symbolik der Pflanzen

Auch sonst schöpft die Designerin ihre Inspirationen oft aus der Kraft von Symbolen, etwa aus der Symbolik von Pflanzen. Bestimmte Blüten stehen bei ihren Kreationen für verschiedene Kulturen, Lotusblüten etwa für Asien oder Rosen für ihr Heimatland Ungarn. Dazu lässt sie in ihre Kreationen oft noch eine Portion 1950er-Jahre-Flair und eine Spur asiatisches Design einfließen. Blumenkleider kombiniert Marianna Déri auch mit überraschenden Details – etwa einem gestreiften Gürtel.

Nach Augsburg kommt die Düsseldorferin zum ersten Mal. Mariann Déri ist schon sehr gespannt, was sie hier erwartet. „Ich will mir unbedingt die historischen Musterbücher im Textilmuseum ansehen“, sagt sie. Auch einen Besuch der Augsburger Puppenkiste hat sie sich vorgenommen.

Am Freitag und Samstag, 23. und 24. November, wird es für sie aber vor allem darum gehen, ihre Mode beim Textilmarkt im tim vorzustellen. Die ersten Ideen für ihre nächste Kollektion hat die Designerin auch schon im Kopf: Kleider mit überdimensional großen Blumenmotiven.

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