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Augsburg

10.10.2019

Diesel-Gymnasium: In neuen Räumen mit Freude lernen

Rektor Herbert Hofmann freut sich über den neuen Computerraum, den der Anbau ans Rudolf-Diesel-Gymnasium ermöglicht hat.
Bild: Michael Hochgemuth

44 Millionen Euro teurer Anbau des Gymnasiums in Hochzoll schafft Entlastung und ermöglicht neue Konzepte im Schulalltag.

44 Jahre nach dem Start des Rudolf-Diesel-Gymnasiums (RDG) freut sich Schulleiter Herbert Hofmann über einen neuen Anbau. Die Schule verfügt nun über einen Trakt mit drei neuen PC-Räumen mit jeweils 30 PCs und sieben Klassenzimmern sowie über einen Mehrzweckraum.

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Der Anlass wurde mit vielen prominenten Gästen gefeiert – Bildungsreferent Hermann Köhler, den Architekten, einer Vertreterin der bayerischen Staatsregierung, Eltern, Schülern und Nachbarn, die allesamt nur lobende Worte für den vollbrachten Bauabschnitt fanden.

Baukosten am Diesel-Gymnasium um 11 Millionen Euro gestiegen

Im Rahmen des städtischen Bildungsförderprogramms „300 Millionen für unsere Schulen“ waren für das Rudolf-Diesel-Gymnasium insgesamt 33 Millionen Euro eingeplant, allerdings liegt der Betrag zum jetzigen Zeitpunkt bereits bei 44 Millionen. Der erste Bauabschnitt wird mit Kosten von etwa 13 Millionen Euro beziffert.

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Wie die meisten der 70 Schulen hat das Rudolf-Diesel-Gymnasium Sanierungsbedarf. Die Mängelliste ist lang: undichte Decken, marode Toilettenanlagen, mangelnde Energieeffizienz, Naturwissenschaftsräume ohne Fenster, allgemeine Raumnot. Am RDG wurden in den letzten Jahren viele Stimmen laut, die die Zustände des Gebäudes stark kritisierten.

Im Jahr 2007 bekam das Diesel-Gymnasium eine neue Mensa

In der Vergangenheit hat die Schule auf einige Unzulänglichkeiten reagiert. So wurden im Zusammenhang mit der Einführung des G8 und dem Anstieg der Schülerzahlen 2007 neue Räumlichkeiten geschaffen – eine Mensa, Mittagsbetreuungsräume und ein neues Lehrerzimmer. Aber die Umbaumaßnahmen reichten nicht aus, denn die Kernsubstanz des Hauptgebäudes sowie die Nebenräume der Sporthalle seien überwiegend aus den 1970er-Jahren und bedürften dringend einer Modernisierung, sagte Hofmann. Auch die Fassade genüge nicht mehr den energetischen Maßstäben. „Die Nachbarn müssten froh sein über das Rudolf-Diesel-Gymnasium. Im Winter heizen wir ein bisschen mit. Dafür ist es im Sommer im Haus schön warm“, scherzte der Schulleiter.

Mit der Verbesserung der räumlichen Situation gehen allgemeine Veränderungen im Bildungssystem einher. Stichworte wie „kompetenzorientierter Unterricht, digitale Bildung, Medienkompetenz, aktive Mitgestaltung“ beschreiben die neuen Prinzipien in der Methodik und Didaktik, auf die eine moderne Schule auch reagieren muss – darin waren sich die Redner einig. Dazu brauche es Raum, Infrastruktur und eine positive Atmosphäre, sagte Hermann Köhler.

Das Dieselcafe ist ein Herzensprojekt

Für den Schulleiter ist mit dem ersten Bauabschnitt ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan. Mit dem Dieselcafé wurde nun das Herzensprojekt von Herbert Hofmann realisiert, „ein Café, wo sich die jungen Leute wohlfühlen sollen. Sie sollen nicht nur lernen, sie sollen gerne lernen.“ Dieses ist in den Dieselsaal integriert – ein Mehrzweckraum mit frei kombinierbaren Trennwänden. Dies schafft ein hohes Maß an Flexibilität bei der Raumgestaltung – frei nach Bedürfnis, Bedarf und Anlass.

Die Freunde über den lang ersehnten Um-, Aus- und Neubau, der an diesem Abend mit einem Herbstball feierlich gewürdigt wurde, hört man auch auf Schülerseite. Jakob Diemer als Schülervertreter sagt in seiner spontanen Kurzansprache: „Wir sind als Schüler die, die am meisten dankbar sein sollten, weil wir davon am meisten profitieren. Das ist für uns Schüler, für Lehrer, Hausmeister und Putzkräfte ein Riesenfortschritt, vielleicht auch ein Vorgeschmack auf das, was kommt.“

Die Zukunft hat bereits begonnen. Der zweite Bauabschnitt gilt vor allem der Umgestaltung der Naturwissenschaftsräume.

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